Ebola

    Ebola im Kongo – Mehr als 7000 Fälle erfasst

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Kongo,

    Im Kongo sind mehr als 7000 Ebola-Fälle erfasst. Der Ausbruch hat inzwischen sieben Provinzen erreicht.

    Ebola Kongo
    Ebola breitet sich im Kongo weiter aus und erreicht inzwischen zusätzliche Gebiete im Nordosten des Landes. (Archivbild) - keystone

    In der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der registrierten Ebolafälle weiter. Nach den jüngsten Angaben wurden 7022 Erkrankungen erfasst, wie der «Spiegel» berichtet.

    Von den registrierten Erkrankten starben demnach 3398 Menschen. Weitere 837 Personen befinden sich derzeit in Isolation oder Behandlung.

    Gleichzeitig hat sich der Ausbruch auf eine weitere Provinz ausgedehnt. In Süd-Ubangi im Nordwesten des Landes wurde erstmals ein Fall der Bundibugyo-Variante nachgewiesen, schreibt der «Deutschlandfunk».

    Ebola erreicht siebte Provinz

    Damit ist die aktuelle Ebola-Epidemie inzwischen in sieben der 26 Provinzen des Landes nachgewiesen. Der Ausbruch hatte im Osten der Demokratischen Republik Kongo begonnen.

    Experten rechnen allerdings mit einer hohen Zahl nicht erfasster Erkrankungen. Laut dem «Spiegel» werden offiziell nur Fälle seit der Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai berücksichtigt.

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    Der Ausbruch könnte zudem bereits Monate zuvor begonnen haben. Die tatsächliche Zahl der Erkrankungen lässt sich deshalb derzeit nicht vollständig erfassen.

    Gesundheitsteams unter Druck

    Besonders betroffen ist Mongbwalu in der Provinz Ituri. Die Goldgräberstadt gilt der «DW» zufolge als Epizentrum des aktuellen Ausbruchs.

    Die Arbeit der Gesundheitsteams wird dort zusätzlich durch die Sicherheitslage erschwert. Teile der Region werden von Milizen kontrolliert, die am Goldhandel beteiligt sind.

    Auch das Misstrauen gegenüber den Helfern erschwert die Eindämmung. Nach Angaben der «DW» kam es teilweise zu offener Ablehnung und Angriffen auf medizinisches Personal.

    Leichte Entspannung in einzelnen Gebieten

    Trotz der weiter steigenden Gesamtzahlen gibt es einen leichten Rückgang in mehreren betroffenen Gebieten. In mehreren Hotspots der Provinz Ituri seien weniger Krankheitsfälle festgestellt worden, wie der «Spiegel» schreibt.

    Auch der Anstieg der Todesfälle habe sich zuletzt verlangsamt. Als möglichen Grund nennt Infektionsexperte Yap Boum, dass mehr Menschen frühzeitig Behandlungszentren aufsuchen.

    Ebola Kongo
    Im Kongo breitet sich Ebola weiter aus und hat inzwischen sieben Provinzen erreicht. (Archivbild) - keystone

    Ausserhalb der Behandlungszentren sterben jedoch weiterhin Menschen. Diese Todesfälle in Dörfern oder regulären Spitälern seien nach wie vor zu hoch.

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    Kommentare

    User #6967 (nicht angemeldet)

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