Ebola Ausbruch bringt neue Impfstoffprojekte voran
Der Ebola Ausbruch in Afrika beschäftigt weiterhin internationale Gesundheitsorganisationen. Gleichzeitig werden Impfstoffprogramme schneller vorangetrieben.

Die Lage in den betroffenen Regionen könnte deutlich ernster sein als die bislang veröffentlichten Zahlen vermuten lassen. Hilfsorganisationen beobachten zunehmende Schwierigkeiten bei der Erfassung neuer Infektionsfälle und möglicher Kontaktpersonen.
Verzögerungen bei Tests und der Nachverfolgung von Kontaktpersonen erschweren die Einschätzung der tatsächlichen Ausbreitung zusätzlich. Dadurch könnten zahlreiche Infektionen bislang unentdeckt geblieben sein und die offiziellen Fallzahlen verzerren.
Wie das «International Rescue Committee» betont, dürfte der Ebola Ausbruch grösser sein als gemeldet. Die Organisation verweist auf erhebliche Lücken bei Überwachung und Früherkennung.
Ebola Ausbruch beschleunigt Impfstoff-Entwicklung
Internationale Geldgeber stellen zusätzliche Mittel für neue Impfstoffprogramme gegen das Virus bereit. Mehrere Forschungsgruppen arbeiten derzeit an unterschiedlichen Kandidaten für den späteren Einsatz.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Bundibugyo Stamm des Virus, gegen den bislang kein zugelassener Impfstoff verfügbar ist. Neue Studien und klinische Untersuchungen sollen deshalb deutlich schneller als ursprünglich geplant beginnen.
Laut «Euronews» werden derzeit drei verschiedene Impfstoffprojekte gezielt vorangetrieben. Internationale Partner wollen damit die Reaktion auf den Ausbruch deutlich beschleunigen.
WHO sichert weitere Unterstützung zu
Die Weltgesundheitsorganisation verstärkt ihre Zusammenarbeit mit Behörden und medizinischen Einsatzteams vor Ort. Ziel bleibt eine schnellere Eindämmung weiterer Infektionsketten in den betroffenen Gebieten.
Gleichzeitig stehen Behandlungseinrichtungen und lokale Gesundheitssysteme durch den Ausbruch unter wachsendem organisatorischem Druck. Besonders betroffene Regionen kämpfen zusätzlich mit schwierigen Sicherheitsbedingungen und begrenzten medizinischen Ressourcen.

Wie das «Ärzteblatt» berichtet, sagte WHO Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus weitere internationale Unterstützung zu. Die Organisation will betroffene Länder bei der Bekämpfung des Ausbruchs langfristig begleiten.
















