Die Art Basel Paris versammelt über 200 Galerien im Grand Palais
Die Art Basel Paris öffnet am Freitag im Grand Palais ihre Pforten – mit 211 Galerien aus 41 Ländern und Gebieten und bei verschärften Sicherheitsvorkehrungen rund um die Messe. Die fünfte Ausgabe, die bis Sonntag dauert, ist die erste unter der Leitung des Schweizers Karim Crippa.

Nach dem Dienstag, der den Galerien und ihren wichtigsten Kunden vorbehalten war, finden zwei Preview-Tage vor der Eröffnung für das Publikum statt. Fast 30 Galerien nehmen zum ersten Mal an dieser Ausgabe teil, an der insgesamt 64 Galerien mit einem Ausstellungsraum in Frankreich vertreten sind.
Die Messe «verläuft wie geplant», versicherte eine Sprecherin der Art Basel der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Grand Palais und in dessen Umgebung wurden wegen der massiven Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende aber verstärkte Sicherheitsmassnahmen getroffen. «Die Sicherheit aller unserer Besucher, Aussteller und Mitarbeiter sowie der Kunstwerke hat für die Art Basel oberste Priorität», fügte sie hinzu.
Nach Angaben der Veranstalter wurden zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt, und rund um das Gelände finden kontinuierlich Patrouillen statt. Die Art Basel gibt an, eng mit einem privaten Sicherheitsunternehmen und gegebenenfalls mit der Pariser Polizeipräfektur zusammenzuarbeiten, um jederzeit ein sicheres Umfeld zu gewährleisten.
Die Messe, deren Programm sich auf mehrere Standorte in der Hauptstadt erstreckt, versichert, dass bislang keine Schäden an den im öffentlichen Raum ausgestellten Kunstwerken gemeldet wurden.
Diese Ausgabe markiert den Amtsantritt von Karim Crippa, dem ehemaligen Kommunikationsleiter der Art Basel Paris, an der Spitze der Messe. Nach Angaben der Veranstalter ist der neue Direktor der Ansicht, dass die Messe von Ausgabe zu Ausgabe gewachsen und zu einem festen Bestandteil des kulturellen Gefüges der Stadt geworden sei.
Die Veranstaltung strebt in der Tat an, weit über das Grand Palais hinauszuwachsen. Ihr öffentliches Programm erstreckt sich auf neun Orte in der Hauptstadt, von der Cité de l’architecture über das Petit Palais bis hin zu den Beaux-Arts de Paris und dem Vorplatz der Menschenrechte.
So werden Skulpturen der britischen Künstlerin Tracey Emin gegenüber dem Eiffelturm präsentiert, während das Petit Palais Werke von Cosima von Bonin beherbergt. Eine Videoinstallation von Kutluğ Ataman, bestehend aus 40 Bildschirmen, ist in der Kapelle der Petits-Augustins der Beaux-Arts zu sehen.
Das Grossereignis des Kunstmarktes findet in einem für die Galerien weniger euphorischen Umfeld statt. Viele sind mit einer Marktflaute und steigenden Kosten konfrontiert. Mehrere Galerien haben in den letzten Monaten geschlossen oder ihre Tätigkeit eingeschränkt, während internationale Messen nach wie vor unverzichtbar blieben, um Sammler und Käufer zu treffen.














