Deutschkurse für Ukrainer binnen 48 Stunden ausgebucht

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    Russland,

    Aktuell bietet das Goethe-Institut die Kurse für einen symbolischen Preis von sieben Hrywnja an - umgerechnet etwa 0,25 Euro. Die Lehrkräfte befinden sich teilweise selbst noch im Kriegsgebiet.

    Hilfe beim Start in der neuen Heimat: Geflüchteten aus der Ukraine soll der Zugang zur deutschen Sprache möglichst einfach gemacht werden - das Goethe-Institut will mehr Kurse anbieten.
    Hilfe beim Start in der neuen Heimat: Geflüchteten aus der Ukraine soll der Zugang zur deutschen Sprache möglichst einfach gemacht werden - das Goethe-Institut will mehr Kurse anbieten. - Frank Hammerschmidt/dpa-Zentralbild/dpa

    Das Goethe-Institut registriert eine enorme Nachfrage nach Deutschkursen für Ukrainer.

    Nachdem vergangene Woche das Angebot an neuen Kursen für knapp 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer binnen 48 Stunden ausgebucht war, sollen voraussichtlich Mitte April weitere folgen, wie eine Sprecherin des Instituts sagt. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Flucht vieler Ukrainer aus dem von Russland angegriffenen Land gebe es die Sprachkurse zu einem symbolischen Preis von sieben Hrywnja (0,25 Euro).

    Die vier- bis zehnwöchigen Online-Angebote richteten sich sowohl an Ukrainer, die bereits in Deutschland seien, als auch an Interessenten, die sich noch in der Ukraine aufhielten.

    «So einen Bedarf haben wir (...) bislang nicht erlebt»

    Unterrichtet werden die Menschen von Lehrkräften des Goethe-Instituts Ukraine sowie von einzelnen Fachleuten aus einem Netzwerk an 15 akkreditierten Sprachlernzentren in der Ukraine. Sie arbeiteten teilweise noch von der Region Kiew aus, manche seien aber auch bereits an Orte weiter westlich beziehungsweise nach Deutschland geflohen, sagte die Sprecherin.

    Aufgrund der Unterstützung durch Lehrkräfte aus ukrainischen Sprachlernzentren könne das Goethe-Institut zurzeit mehr Kurse anbieten als gewöhnlich. «Der Bedarf und entsprechend die Nachfrage sind riesig. Das Angebot war innerhalb von 48 Stunden nach Veröffentlichung komplett ausgebucht. So einen Bedarf haben wir als Institut bislang nicht erlebt.»

    Zur Situation der Instituts-Mitarbeiter in der Ukraine sagte die Sprecherin: «Glücklicherweise sind alle unversehrt.» 57 Kollegen befänden sich inzwischen im Ausland, ein grosser Teil davon in Deutschland. 35 hielten sich zuletzt in der Westukraine und 17 noch in Kiew auf. «Wir stehen mit allen in engem Kontakt und unterstützen sie, wo es möglich ist.»

    Es sei bewundernswert, wie sie trotz der grossen Gefahr und der hohen Belastungssituation, der sie selbst oder ihre Familienangehörigen ausgesetzt seien, engagiert weiterarbeiten.

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