Deutliche Worte von Biden nach Trump-Urteil

Keystone-SDA
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USA,

Biden bezeichnete es als rücksichtslos und unverantwortlich, wenn jemand behauptet, dass ein Verfahren manipuliert wurde, nur weil ihm das Urteil nicht gefällt.

Biden
Joe Biden betonte den amerikanischen Grundsatz, dass niemand über dem Gesetz stehe. (Archivbild) - keystone

US-Präsident Joe Biden hat mit ungewöhnlich deutlichen Worten über den Schuldspruch gegen seinen Amtsvorgänger Donald Trump im Schweigegeld-Prozess gesprochen und dessen Verhalten als «gefährlich» bezeichnet. «Es ist rücksichtslos, es ist gefährlich, es ist unverantwortlich, wenn jemand behauptet, dass das Verfahren manipuliert wurde, nur weil einem das Urteil nicht gefällt», sagte Biden am Freitag im Weissen Haus. Der amerikanische Grundsatz, dass niemand über dem Gesetz stehe, sei erneut bekräftigt worden.

«Donald Trump wurde jede Gelegenheit gegeben, sich zu verteidigen», so Biden. Nun habe Trump die Möglichkeit, Berufung einzulegen. «So wie jeder andere auch. So funktioniert das amerikanische Rechtssystem», betonte der Demokrat.

Die Justiz müsse respektiert werden. «Und das allein ist der Eckpfeiler Amerikas. Unser Justizsystem.»

Bidens unübliche Offenheit

Es ist ungewöhnlich, dass Biden sich im Weissen Haus persönlich so klar zu Trumps juristischen Problemen äussert. In der Regel reagiert der 81-Jährige nur auf Fragen der Presse zu dem Thema und hält sich knapp oder lässt sein Wahlkampfteam Statements verbreiten. Nun sprach Biden die historische Verurteilung des Republikaners von sich aus an.

Trump hatte kurz zuvor in New York seinem Ärger über das Urteil gegen ihn Luft gemacht. Bei einem Statement in seinem New Yorker Hochhaus Trump-Tower wiederholte er den Vorwurf, dass das Verfahren gegen ihn rein politisch motiviert und manipuliert sei. Zudem beleidigte er den Richter und seine politischen Gegner. Biden nannte der 77-Jährige den «dümmsten Präsidenten, den wir je hatten».

Kommentare

User #5968 (nicht angemeldet)

VON PRÄSIDENT TRUMP GESCHAFFENE PRÄZEDENZFÄLLE 1. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können angeklagt werden 2. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können gezwungen werden, ihre Steuer- und Geschäftsunterlagen offenzulegen 3. Präsidenten und ehemalige Präsidenten verlieren das Exekutivprivileg 4. Präsidenten und ehemalige Präsidenten verlieren das Anwaltsgeheimnis 5. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können gezwungen werden, private Telefondaten und Textnachrichten herauszugeben 6. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können ihre Wohnungen vom FBI durchsuchen lassen 7. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können von parteiischen Ausschüssen vorgeladen werden 8. Präsidenten und ehemalige Präsidenten können wiederholt angeklagt und verhaftet werden 9. Präsidenten und ehemalige Präsidenten verlieren ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nach dem Ersten Verfassungszusatz 10. Präsidenten und ehemalige Präsidenten verlieren das Recht auf ein Schwurgerichtsverfahren 11. Der Vizepräsident ist nicht mehr befugt, die Gültigkeit strittiger Wahlstimmen in Frage zu stellen 12. Die unterlegene Partei ist nicht mehr befugt, bei strittigen Ergebnissen Wahlmänner zu stellen 13. Präsidenten und ehemalige Präsidenten haben keine präsidiale Immunität

User #3938 (nicht angemeldet)

Was ist mit Hunters Laptop? Bin auf die Klagen gespannt wenn Joe seinen Schutzstatus verloren hat.

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