Der wärmste August aller Zeiten – Temperatur-Rekord bei Weltmeeren

Keystone-SDA
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Deutschland,

Noch nie gab es einen heisseren August. Auch bezüglich Meeres-Temperaturen gibt es einen neuen Rekord.

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Ein Blick auf den vertrockneten Eulachpark in Winterthur am 15. August. Nicht nur die Schweiz verzeichnet Temperatur-Rekorde. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Klimadienst des EU-Programms Copernicus vermeldet den wärmsten August aller Zeiten (16,96 Grad im Schnitt).
  • Zudem lag die Meeresoberflächentemperatur im Monatsschnitt bei 21,07 Grad. Ebenfalls Rekord.

Extreme Hitze, Trockenheit und grosse Waldbrände prägten den Sommer 2026 in Westeuropa. Es war der wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen. Nicht nur in der Schweiz.

Mit einer globalen durchschnittlichen Lufttemperatur von 16,96 Grad Celsius war er zudem der wärmste jemals gemessene Monat. Gleichauf mit dem Juli 2023, wie der Klimawandel-Dienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte.

Die Weltmeere sind über 21 Grad warm

Im vergangenen Monat erreichten zudem die Weltmeere einen Wärmerekord. Die Meeresoberflächentemperatur lag im Monatsschnitt bei 21,07 Grad. Damit wurde der bisherige Höchstwert für August von 20,98 Grad aus dem Jahr 2023 übertroffen.

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Die Messwerte beziehen sich auf die Meere ausserhalb der Polarregionen. Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur war gleichauf mit der vom März 2024: Die höchste aller betrachteten Kalendermonate.

Auch El Niño ist Schuld

Ursache für die Rekordtemperaturen sind laut Copernicus die globale Erwärmung infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Sowie die rasch steigenden Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik, die mit einer starken El-Niño-Lage zusammenhängen.

El Niño ist ein alle paar Jahre natürlich vorkommendes Klimaphänomen, das auch die Wahrscheinlichkeit von Wetterextremen erhöht.

Weltweit heissester Sommer

Weltweit war dieser Sommer (Juni, Juli und August) genauso heiss wie der Sommer 2024, der bisherige Rekordhalter.

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In den dunkelroten Regionen war es der heisseste Sommer seit 1979. - ECMWF

Für Europa war es der drittwärmste Sommer, hinter 2024 und 2022. Westeuropa erlebte den heissesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.

«Bemerkenswerter Monat in der globalen Klimageschichte»

«Der August 2026 war ein bemerkenswerter Monat in der globalen Klimageschichte.» Das sagt Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima bei Copernicus.

«Er war sowohl der wärmste August als auch der wärmste jemals aufgezeichnete Monat. Die globalen Temperaturen lagen 1,65 Grad über dem vorindustriellen Niveau.»

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Im Schnitt war der Sommer 2026 (Juni, Juli, August) in Westeuropa 2,54 Grad wärmer als in der Referenzperiode von 1991 bis 2020. - ECMWF

Zu sehen sei, wie der Klimawandel sowohl in der Atmosphäre als auch in den Ozeanen extreme Entwicklungen vorantreibe. «Die Auswirkungen dieser Bedingungen sind für Gesellschaften, Volkswirtschaften und Ökosysteme überall auf der Welt zunehmend spürbar», sagte Burgess.

Für Westeuropa wurde in diesem Sommer der bisherige Hitzerekord aus dem Jahr 2003 übertroffen. Die aussergewöhnliche Serie extremer Hitze hatte regional bereits im Mai begonnen. Auch im vergangenen Monat kam es zu weiteren Hitzewellen.

In der Umgebung Europas erreichten die Meeresoberflächentemperaturen im August entlang der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer Rekordwerte.

Schwere Dürrebedingungen, niedrige Wasserstände

Laut Copernicus waren im August weiterhin grosse Teile von Westeuropa von verbreiteter Trockenheit betroffen. Dazu auch einige Gebiete in Mittel- und Osteuropa. Es gab auch zahlreiche grosse Waldbrände.

Schwere Dürrebedingungen seien aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Rumänien und Serbien gemeldet worden. Die Wasserstände der grossen europäischen Flüsse in den trockenen Regionen waren der Auswertung zufolge aussergewöhnlich niedrig. Etwa an Rhein und Donau.

Griechenland und Co: Hier war Sommer feuchter als sonst

Dagegen war es im Westen der Iberischen Halbinsel und im Süden Griechenlands in diesem Sommer feuchter als der Durchschnitt. Dasselbe gilt für die Südtürkei, Zypern sowie Nordosteuropa.

Speziell im August war es zudem im Alpenraum und in der Osttürkei feuchter. In mehreren Gebieten führten demnach im letzten Monat starke Niederschläge zu lokalen Überschwemmungen.

So entstehen die Copernicus-Daten

Der Klimawandel-Dienst veröffentlicht regelmässig Daten etwa zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen. In diese fliessen Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt ein.

Die genutzten Daten für die globale durchschnittliche Lufttemperatur gehen zurück bis ins Jahr 1940, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.

Kommentare

User #5995 (nicht angemeldet)

"Kochen" ? Also das Wasser siedet bei sage und schreibe 100 Grad ?

User #4344 (nicht angemeldet)

Wenn die Meere immer wärmer werden, dagegen kann ich leider auch Nichts machen. Und eine Mitschuld lass ich mir nicht anhängen.

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