Comedy Festival in Saudi-Arabien sorgt für heftige Kritik

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Saudi-Arabien,

    Das vom Kronprinzen finanzierte Comedy Festival in Riyad zieht US-Stars an. Kollegen kritisieren jedoch das Auftreten in einem menschenrechtsgefährdenden Staat.

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    Diese Stars ernten gerade Kritik, weil sie beim Comedy-Festival auftreten. - Instagram @riyadcomedyfestival

    Das Riyad Comedy Festival findet vom 26. September bis 9. Oktober 2025 in der saudi-arabischen Hauptstadt statt. Es wird von der General Entertainment Authority unter Leitung von Turki Al-Sheikh organisiert.

    Es ist Teil der «Saudi Vision 2030» Strategie zur kulturellen Aufwertung des Landes. Hochkarätige US-Comedians wie Dave Chappelle, Bill Burr, Kevin Hart und Louis C.K. treten auf.

    So berichtet es das «SRF».

    Comedy Festival wird stark kritisiert

    Viele Comedians und Rechteorganisationen kritisieren aber die Veranstaltung. Human Rights watch warnt, dass das Festival darauf abzielt, die brutale Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Menschenrechtsverletzungen zu verschleiern.

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    Kevin Hart tritt unter anderem auf. - Instagram @riyadcomedyfestival

    Es wird gefordert, dass die Künstler die Freilassung inhaftierter Dissidenten und Aktivisten einfordern. Das Festival läuft ausgerechnet am siebten Jahrestag der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi.

    Marc Maron, US-Podcaster, kritisiert, dass die auftretenden Comedians vom selben Herrn bezahlt werden, der Khashoggi ermorden liess. So berichtet es «NBC News».

    Einige Komiker verzichten trotz hoher Gagen

    Der Komiker Zach Woods weist in einem satirischen Video auf die Repression hin. Er erwähnt Turki Al-Sheikh, der Menschen ins Gefängnis brachte, weil sie «unangenehme» Tweets verfassten.

    Sogar ein Gefängnisflügel sei nach ihm benannt, in dem Menschen gefoltert werden. Die Komikerin Atsuko Okatsuka lehnte das Angebot ab und veröffentlichte die Zensurregeln.

    Hast du von dem Festival gehört?

    Sämtliche herabwürdigenden Inhalte gegen das königliche Haus, die Regierung oder Religion sind laut dem «Standard» verboten. Weitere Künstler wie Mike Birbiglia und Shane Gillis verzichteten ebenfalls trotz hoher Gagen.

    Ein umstrittenes Festival

    Das Festival bleibt umstritten, da es mit Geld lockt, während grundlegende Freiheitsrechte missachtet werden. Die Debatte unter Comedians und Fans um moralische Verantwortung und Kunstfreiheit läuft weiter.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6097 (nicht angemeldet)

    Es an der Zeit, unmissverständliche Zeichen zu setzen gegen Unrechtsstaaten!

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