Nach dem der Deal zwischen den USA und Iran gescheitert war, treibt der Iran die Uran-Anreicherung voran. Josep Borrell sieht für die Zukunft schwarz.
Teheran
Eine Atomanlage in Teheran, Iran. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Diplomaten sehen rot für die Rettung des Atomabkommens mit dem Iran.
  • Der Iran treibt die Uran-Anreicherung immer mehr voran.
  • In dem Pakt verpflichtete sich der Iran dazu, seine Atomaktivitäten einzuschränken.
  • Im Gegenzug hoben die USA die verhängten Sanktionen auf.

Die Chance zur Rettung des Atompakts mit dem Iran (JCPOA) sinkt nach Ansicht des EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell. «Die Möglichkeit, eine Einigung zu erzielen und zum JCPOA zurückzukehren, wird immer geringer.» Das schrieb der EU-Chefdiplomat am Samstag nach einem Gespräch mit Irans Aussenminister Hussein Amirabdollahian auf Twitter.

Joseph Borrell
Die Chance zur Rettung des Atompakts mit dem Iran (JCPOA) sinkt nach Ansicht des EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell. - Keystone

Zugleich betonte der Spanier: «Aber mit zusätzlicher Anstrengung können wir es immer noch schaffen.» Er stehe als Vermittler jederzeit bereit, Lösungen für die letzten offenen Fragen zu ermöglichen.

Uran-Lager in Iran

Die Gespräche zur Rettung des Abkommens stehen auf der Kippe. Washington und Teheran können sich nicht darauf einigen, welche US-Sanktionen wieder aufgehoben werden. Westliche Diplomaten warnen, dass die Wiederherstellung des Atomabkommens immer unwahrscheinlicher werde, je weiter der Iran insbesondere die Uran-Anreicherung vorantreibe.

In dem Abkommen hatte sich der Iran dazu verpflichtet, seine Atomaktivitäten deutlich einzuschränken, im Gegenzug fielen westliche Sanktionen weg. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Deal und der Einführung neuer US-Sanktionen reicherte das Land deutlich mehr Uran an.

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