US-Aussenminister appelliert an Israel, die Zivilbevölkerung zu schützen. Um die humanitäre Lage zu verbessern, sollte eine Feuerpause her.
Antony Blinken
Antony Blinken, Aussenminister der USA, spricht während einer Pressekonferenz im Aussenministerium. (Archivbild) Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Manuel Balce Ceneta

US-Aussenminister Antony Blinken hat erneut an Israel appelliert, die humanitäre Situation im Gazastreifen zu verbessern und den Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen. US-Präsident Joe Biden habe bereits deutlich gemacht, dass dies Priorität haben müsse, sagte Blinken am Mittwoch in Washington. Dies dürfe keine zweitrangige Überlegung sein, «wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», sagte Blinken.

Die US-Regierung schaue auf die israelische Regierung, um sicherzustellen, dass der Schutz der Zivilisten und die Versorgung der Menschen, die Hilfe brauchten, Vorrang hätten. «Das muss an erster Stelle stehen.» Auch wenn Israel das Notwendige tue, um sich zu verteidigen und der Bedrohung durch die Hamas zu begegnen, sagte Blinken.

Die humanitäre Situation in Gaza spitzt sich zu.
Die humanitäre Situation in Gaza spitzt sich zu. - Hatem Moussa/AP/dpa

Die USA versuchten mit allen Mitteln, die humanitäre Hilfe zu verstärken. Dennoch sei der «effektivste Weg» eine Feuerpause. «Es liegt gerade ein sehr guter Vorschlag auf dem Tisch. Die Frage ist, ob die Hamas diesen Vorschlag annehmen wird», sagte Blinken. Man tausche sich intensiv jeden einzelnen Tag, beinahe stündlich mit Katar und Ägypten aus, um zu sehen, wie man einen Deal erreichen könnte.

Die Vermittler USA, Katar und Ägypten hatten vergeblich gehofft, bis zum Beginn des Ramadans eine Einigung über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln zu erzielen. Bei einer Feuerpause geht es auch um einen Austausch von Geiseln, die von der Hamas beim Terroranschlag am 7. Oktober aus Israels entführt worden waren, gegen palästinensische Gefangene aus israelischer Haft.

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