In Mexiko ist bereits der vierte Journalist in diesem Jahr ermordet worden. Er hatte über Korruption in der Politik berichtet.
Mexiko
Die Polizei steht vor dem Haus, in dem der Journalist ermordet worden ist. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mexiko sind in diesem Jahr bereits vier Journalisten getötet worden.
  • Am Montagabend wurde ein Roberto Toledo erschossen.
  • Er hat über Korruption in der Politik des Bundesstaats Michoacan berichtet.

In Mexiko ist im Januar ein vierter Journalist getötet worden. Roberto Toledo wurde am Montag in der Stadt Zitácuaro von drei Personen angegriffen und erschossen, wie Armando Linares, der Chef des lokalen Nachrichtenportals «Monitor Michoacán», für das Toledo arbeitete, in einem Video auf Facebook mitteilte.

Mitarbeiter des Onlineportals aus dem westmexikanischen Bundesstaat Michoacán erhielten schon seit Monaten Drohungen, sagte Linares. Toledo sei wegen Enthüllungen von «Monitor Michoacán» über Korruption in der Politik ermordet worden. Die Regierung verurteile die Tat, schrieb ein Sprecher des Präsidialamtes auf Twitter.

Mexiko: 90% der Angriffe und Morde auf Journalisten nicht bestraft

Mexiko war 2021 nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen zum dritten Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten. Demnach wurden in dem nordamerikanischen Staat im Jahr 2021 sieben Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

In diesem Jahr waren es zwischen dem 10. und 23. Januar bereits drei gewesen: der Direktor eines Online-Portals im ostmexikanischen Veracruz sowie ein Fotojournalist und eine Reporterin binnen einer Woche in der nordwestlichen Stadt Tijuana, an der US-Grenze.

Nach Angaben der Regierung werden mehr als 90 Prozent der Angriffe und Morde an Journalisten und Aktivisten in Mexiko nicht bestraft. Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador stellt kritische Journalisten immer wieder öffentlich als Lügner dar.

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