Baerbock: Frau sollte UN-Generalsekretärin werden
Annalena Baerbock hat als Präsidentin der UN-Generalversammlung dafür geworben, das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen erstmals mit einer Frau zu besetzen. «Die Frage ist nicht, warum eine Frau Generalsekretärin sein sollte, sondern, so würde ich es sagen, warum nicht nach 80 Jahren», sagte die frühere Bundesaussenministerin zur Eröffnung der UN-Frauenrechtskommission in New York und erntete dafür Applaus.

In der 80-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen haben stets Männer die Spitzenposition des Generalsekretärs bekleidet. Amtsinhaber António Guterres scheidet zum Jahresende aus. Seine Nachfolge soll im Laufe des Jahres bestimmt werden.
Baerbock nahm in ihrer Rede auch Bezug auf den Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Es sei notwendig, sich jenen entgegenzustellen, die ihre Macht missbrauchten, sagte sie. Man könne die Veröffentlichung von Millionen Akten nicht ignorieren. Keine Macht und kein Geld der Welt mache systematischen Missbrauch von Frauen, sexuelle Sklaverei oder Kindesmissbrauchs zu einem geringeren Verbrechen.
In der UN-Frauenrechtskommission bemühen sich die Mitgliedsländer seit 1946 um Fortschritte zur Gleichstellung von Frauen weltweit. Für Deutschland nimmt Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) teil. Dieses Jahr steht im Mittelpunkt die rechtliche Gleichstellung und der Zugang für Frauen zur Justiz, um ihre Rechte durchzusetzen.










