Australierin darf Sperma von totem Freund nutzen
Eine junge Frau hat in einem ungewöhnlichen Verfahren das Recht erstritten, das Sperma ihres toten Partners für eine künstliche Befruchtung zu nutzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die junge Frau darf sich mit dem Sperma ihres verstorbenen Freundes befruchten lassen.
- Vor zwei Jahren, nach seinem Tod, liess sie das Sperma entnehmen.
- Ihre Anwältin argumentierte, es sei keine Reaktion aus Trauer heraus.
Ayla Cresswells erhoffte Schwangerschaft stehe nicht im Widerspruch zu den Wünschen ihres vor fast zwei Jahren gestorbenen Freundes, sagte Richterin Susan Brown am Mittwoch laut Medienberichten zur Begründung. Sie sei sicher, dass die 25-Jährige «verantwortungsvoll und rational» handle und gut für ein mögliches Kind sorgen werde.
JUST IN: Toowoomba woman Ayla Cresswell has won the rights to access her dead partner's sperm, in Brisbane's Supreme Court. Report on 7 News at 6pm. #7News pic.twitter.com/nL4fiSDUb6
— 7NEWS Queensland (@7NewsBrisbane) June 20, 2018
Cresswells Partner hatte sich im August 2016 im Alter von 23 Jahren das Leben genommen. Kurz nach seinem Tod hatte die Frau ihm mit Einverständnis des Gerichts Sperma entnehmen lassen. Cresswell hatte angegeben, das Paar habe heiraten wollen und sich ein Kind gewünscht. Für die Verwendung des Spermas wäre jedoch eigentlich das schriftliche Einverständnis des Mannes nötig gewesen.
Keine Reaktion aus Trauer
Cresswells Anwältin Kathryn McMillan hatte den Berichten zufolge argumentiert, seit dem Tod des Mannes sei ausreichend Zeit für eine rationale Entscheidung vergangen. «Es handelt sich nicht um eine Reaktion aus der Trauer heraus», so die Juristin. Cresswell sei psychologisch betreut worden und habe die Sache gut durchdacht. Nach der Entscheidung gab McMillan an, ihre Klientin sei erleichtert.












