Aung San Suu Kyi: Umgang mit Rohingya-Krise hätte besser sein können

    Keystone-SDA
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    Vietnam,

    Nach langem Schweigen hat sich Myanmars De-facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zur Rohingya-Krise geäussert.

    Weltwirtschaftsforum für Südostasien am 13. September in Vietnam, Hanoi: Aung San Suu Kyi, Regierungschefin von Myanmar, wartet auf ein Treffen mit Vietnams Präsident Tran Dai Quang (nicht im Bild) im Präsidentenpalast während des Weltwirtschaftsforums.
    Weltwirtschaftsforum für Südostasien am 13. September in Vietnam, Hanoi: Aung San Suu Kyi, Regierungschefin von Myanmar, wartet auf ein Treffen mit Vietnams Präsident Tran Dai Quang (nicht im Bild) im Präsidentenpalast während des Weltwirtschaftsforums. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi äussert sich zur Rohingya-Krise.
    • Sie stand wegen ihres langen Schweigens zur Rohingya-Krise international in der Kritik.

    «Im Nachhinein betrachtet gibt es natürlich Wege, auf denen besser mit der Situation hätte umgegangen werden können», sagte Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zur Rohingya-Krise.

    Suu Kyi stand wegen ihres langen Schweigens zur Rohingya-Krise zuletzt international in der Kritik. Am Donnerstag äusserte sie sich am Weltwirtschaftsforum der Asean-Staaten im vietnamesischen Hanoi dazu.

    Die Minderheit der Rohingya wird in Myanmar, dem ehemaligen Birma, seit Jahrzehnten unterdrückt und diskriminiert. Die Lage eskalierte vor einem Jahr, nachdem Rohingya-Rebellen bei Angriffen mehrere Grenzwächter töteten. Das Militär in dem mehrheitlich buddhistischen Land reagierte mit brutaler Gegengewalt - fast 700'000 Menschen flohen ins Nachbarland Bangladesch. Uno-Ermittler sprechen von Völkermord.

    Suu Kyi verteidigt Journalisten-Festnahme

    Suu Kyi äusserte sich am Donnerstag auch erstmals direkt zur Inhaftierung zweier Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters in ihrem Land. Diese seien nicht inhaftiert worden, weil sie Journalisten seien, sondern weil sie gegen das Gesetz verstossen hätten, sagte Suu Kyi. Die beiden Journalisten, die über die Tötung von Angehörigen der Rohingya berichtet hatten, waren Anfang September wegen Landesverrats zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt worden. International wurde das Urteil scharf kritisiert.

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