Anzahl der Toten in Myanmar übersteigt 700

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    In Myanmar sind immer mehr Tote zu beklagen. Die Vereinten Nationen rufen zur sofortigen Einstellung der Gewalt auf.

    Zeichen des Widerstands: ein Transparent mit dem symbolischen Drei-Finger-Gruss. Foto: --/AP/dpa
    Zeichen des Widerstands: ein Transparent mit dem symbolischen Drei-Finger-Gruss. Foto: --/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zahl der Toten in Myanmar seit dem Putsch vor mehr als zwei Monaten ist nach neuer Gewalt am Wochenende weiter gestiegen.

    Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP zufolge sind bislang mindestens 701 Menschen durch die Gewalt der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen.

    Allein am Freitag hatten Einsatzkräfte in der Stadt Bago im Südosten des Landes mindestens 82 Menschen getötet, wie AAPP mitteilte. Örtlichen Medienberichten zufolge ging das Militär mit Kriegswaffen gegen die demonstrierende Bevölkerung vor. «Sie haben mit schweren Waffen geschossen», wurde ein Bewohner der Stadt vom Portal «Myanmar Now» zitiert. Verwundeten sei die medizinische Behandlung verwehrt worden.

    Die Vereinten Nationen (UN) in Myanmar gingen nach eigenen Angaben diesen Berichten nach und riefen zu sofortiger Einstellung der Gewalt in dem Krisenland auf. «Wir fordern die Sicherheitskräfte auf, medizinischen Teams die Versorgung von Verletzten zu gewähren», hiess es weiter in dem Tweet.

    Seit dem Putsch von Anfang Februar gibt es immer wieder Berichte über brutale Militärgewalt. Die Armee schiesst mit scharfer Munition auf Demonstranten, zudem ist von schwerer Folter bei Verhören die Rede. Laut AAPP wurden mehr als 3000 Menschen zumindest vorübergehend festgenommen. Dennoch gingen auch am Sonntag landesweit wieder zahlreiche Menschen auf die Strasse, um gegen den Putsch der Generäle gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu protestieren.

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