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    Angst vor Coronavirus: Ausgangssperre für ältere Moskauer

    Keystone-SDA
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    Frauenfeld,

    In der russischen Hauptstadt Moskau müssen von diesem Donnerstag an fast 1,9 Millionen ältere und kranke Menschen wegen des hochansteckenden Coronavirus zu Hause bleiben. Die Ausgangssperre gilt nach Angaben der Stadtverwaltung für gut drei Wochen.

    In der russischen Hauptstadt Moskau dürfen ältere Menschen nur noch in Ausnahmefällen auf die Strasse gehen. (Symbolbild)
    In der russischen Hauptstadt Moskau dürfen ältere Menschen nur noch in Ausnahmefällen auf die Strasse gehen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/Pavel Golovkin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Davon betroffen sind Einwohner der Millionenmetropole, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind.

    «In Geschäfte oder die Apotheke sollte man nur gehen, wenn es nötig ist», sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch. Erlaubt sei dies aber nur mit Atemschutzmaske.

    Betroffene erhalten demnach zudem 4000 Rubel, also umgerechnet rund 50 Franken, falls sie sich an die Auflagen hielten. Die Stadt richte zudem eine Hotline für einen Lieferdienst ein, wenn Medikamente, Lebensmittel oder Hilfe benötigt würden. «Das Beste, was man machen kann, ist zu seiner Datsche zu fahren, besonders weil es warm werden soll», meinte Sobjanin weiter. Die Menschen in den kleinen Häuschen auf dem Land sollten mit Holz und Kohle versorgt werden.

    Die Ausgangssperre betrifft auch viele Ältere, die noch arbeiten gehen, weil die Pensionen in Russland zu niedrig sind. Erlaubt sind aber nur Tätigkeiten, wenn sie etwa für Behörden wichtig sind. Präsident Wladimir Putin hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen - eine flächendeckende Kontaktsperre gibt es aber bisher noch nicht.

    Russland hat nach offizieller Darstellung vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle. Am Mittwoch waren offiziell 658 Infektionen im flächenmässig grössten Land der Erde bekannt - 410 davon in Moskau. Das Virus war bisher bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden. Die geringe Zahl hängt auch damit zusammen, dass es kaum Tests auf das neuartige Virus gab.

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