Afghanische Frauen sollen dank der Uno Asyl erhalten

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Menschenrechtler der Uno wollen für internationalen Schutz für Frauen aus Afghanistan sorgen. Doch nicht nur Frauen leiden aufgrund der Unterdrückung.

    Frauen in Afghanistans Hauptstadt Kabul
    Frauen in Afghanistans Hauptstadt Kabul - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Uno-Menschenrechtsbeobachter fordern internationalen Schutz für afghanische Frauen.
    • Frauen und Mädchen sollen einen Flüchtlingsstatus für Länder weltweit erhalten.
    • Freie Arbeit und Teilnahme am politischen Leben für Afghaninnen wird ebenfalls gefordert.

    Menschenrechtsbeobachter der Vereinten Nationen haben zwei Jahre nach der Machtübernahme der Taliban internationalen Schutz für die Frauen Afghanistans gefordert. Staaten in aller Welt sollten «allen afghanischen Frauen und Mädchen Flüchtlingsstatus gewähren», erklärten die Expertinnen und Experten am Montag.

    Die Vorstellung, dass sich die Taliban im Vergleich zu ihrer ersten Herrschaft (1996-2001) gewandelt hätten, habe sich als falsch erwiesen. Die militant-islamistische Gruppierung habe stattdessen ein System der «totalen Diskriminierung, Ausgrenzung und Unterdrückung» eingeführt, hiess es in ihrer Mitteilung.

    Diese geschlechtsspezifische Verfolgung sei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten, argumentierten die 31 Beobachter. Darunter waren der Sonderberichterstatter für Afghanistan, Richard Bennett, und die Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen, Reem Alsalem.

    Arbeit und Beteiligung an Politik

    Frauen sollten wieder frei arbeiten, Unternehmen führen und am politischen Leben teilnehmen können, forderte die Expertengruppe von den Taliban. Ausserdem sollten Mädchen und Frauen sofort Zugang zu allen Bildungseinrichtungen erhalten.

    Die Experten wiesen darauf hin, dass nicht nur Frauen in Afghanistan unter extremen Menschenrechtsverletzungen leiden. Auch Minderheiten, Menschen mit Behinderung, Aktivisten oder ehemalige Mitarbeiter von staatlichen Sicherheitsbehörden leiden darunter.

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