Abholzung des Amazonaswaldes in Brasilien nimmt im März zu

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    Brasilien,

    Im Amazonas wurden im März 356 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Dies ist ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresmonat.

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    Im Amazonas werden immer wieder Bäume illegal gerodet. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund 365 Quadratkilometer Wald wurden im März im Amazonas illegal gerodet.
    • Das ist ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr.
    • Laut einem Experten zeige dies, dass es im Amazonasgebiet keine Regierungsgewalt gebe.

    Im brasilianischen Amazonasgebiet sind allein im März 356 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Nationale Institut für Weltraumforschung (Inpe) mit Sitz in São José dos Campos am Freitag (Ortszeit) veröffentlichte. Das entspricht laut dem brasilianischen Nachrichtenportal G1 einen Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Inpe wertet Satellitenbilder aus, um Abholzung und Brände zu erfassen.

    «Die Zahl sagt uns, dass es im Amazonasgebiet immer noch keine Regierungsgewalt gibt», zitierte das brasilianische Fernsehen Marcio Astrini vom Klima-Thinktank Observatório do Clima. «Wir haben die Fähigkeit verloren, Umweltkriminalität zu bekämpfen, und deshalb sehen wir diese steigenden Zahlen der Abholzung.» Auch in den Savannen im Zentrum des südamerikanischen Landes war die Abholzung in den ersten drei Monaten dieses Jahres hoch.

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    Brasilianische Polizisten bewachen beschlagnahmtes Holz, das im Amazonas illegal abgeholzt worden war. - keystone

    Das brasilianische Amazonasgebiet gilt als wichtiger CO2-Speicher, erstreckt sich über neun Bundesstaaten und entspricht flächenmässig der Grösse Westeuropas. Nach einem früheren Rückgang waren Abholzung und Brände in der Amtszeit des im Oktober abgewählten rechten Präsidenten Jair Bolsonaro wieder sehr stark angestiegen.

    Umweltschützer und Klima-Aktivisten hatten gehofft, dass die Rate unter der neuen Regierung von Luiz Inácio Lula da Silva sinken würde. Der Linkspolitiker galt in seinen früheren beiden Amtszeiten (Anfang 2003 – Ende 2010) nicht als Grüner, hat nun allerdings versprochen, den Umwelt- und Klimaschutz zu stärken. Experten wie Astrini zufolge haben die bisherigen Massnahmen allerdings noch nicht die notwendige Wirkung gezeigt. Sie fordern deshalb ein schnelleres Handeln.

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