Brasilien will sich mit der Amazonas-Metropole Belém als Gastgeber der Weltklimakonferenz bewerben. Nach einem Treffen in Brasília mit dem Gouverneur des betreffenden Bundesstaates Pará sagte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Mittwoch: «Ich habe ihm die gute Nachricht überbracht, dass das Aussenministerium Belém offiziell als Kandidatenstadt für die COP30 anerkannt hat.» Er fügte hinzu: «Wir hoffen, die grösste Klimaveranstaltung der Welt in einer Stadt auszurichten, die Teil des brasilianischen Amazonasgebiets ist.»
Luiz Inácio Lula da Silva will eine neue Umwelt- und Klimapolitik. Foto: Andre Penner/AP/dpa
Luiz Inácio Lula da Silva will eine neue Umwelt- und Klimapolitik. Foto: Andre Penner/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Andre Penner

Lula hatte sein Land den Vereinten Nationen in Ägypten im Oktober als Gastgeber der Weltklimakonferenz im Jahr 2025 angeboten.

«Wir werden mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen sprechen und darum bitten, dass die COP im Jahr 2025 in Brasilien ausgetragen wird – und in Brasilien im Amazonasgebiet», sagte er. «Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen, die den Amazonas verteidigen, die Region und die konkrete Realität kennenlernen.»

Die nächste Klimakonferenz, die COP28 Ende dieses Jahres, ist an die Vereinigten Arabischen Emirate vergeben. Wo die Konferenz 2024 stattfindet, ist noch offen.

Der linke Lula, der am 1. Januar zum dritten Mal als Präsident des «Grünen Riesen» Brasilien vereidigt wurde, galt in seiner früheren Amtszeit (Anfang 2003 bis Ende 2010) zwar nicht als Grüner, hat jetzt aber versprochen, den Umwelt- und Klimaschutz in den Vordergrund zu rücken. Dafür sagten bei einem Besuch im Amazonasgebiet kürzlich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) ihre Unterstützung zu.

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