Abbas bei UN: Palästinenserstaat soll friedlich sein

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    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas betont friedliches Nebeneinander eines palästinensischen Staates neben Israel.

    Mahmud Abbas
    Mahmud Abbas fordert friedliches Nebeneinander eines palästinensischen Staates neben Israel. (Archivbild) - keystone

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat wenige Tage nach der Anerkennung eines palästinensischen Staats durch mehrere westliche Staaten betont, dass ein solcher Staat friedlich neben Israel existieren soll.

    Das palästinensische Volk lehne die Taten der Hamas am 7. Oktober 2023 ab, betonte Abbas in einer Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Abbas wurde per Video zugeschaltet, weil die USA der palästinensischen Delegation keine Visa zur Einreise ausgestellt hatten.

    Abbas ist der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die Teile des Westjordanlandes verwaltet. Er hat in der palästinensischen Bevölkerung nur wenig Rückhalt.

    Am 7. Oktober 2023 seien gezielt Zivilisten in Israel angegriffen und als Geiseln genommen worden, sagte Abbas. Er forderte erneut die Freilassung aller aus Israel Entführten sowie die Entlassung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen.

    Abbas dankt für Solidarität und warnt vor Antisemitismus

    Der palästinensische Präsident bedankte sich bei seiner Rede auch für die weltweiten propalästinensischen Proteste, warnte aber auch davor, die «Solidarität mit der palästinensischen Sache» mit Antisemitismus zu verwechseln. Abbas betonte zudem erneut, dass die PA bereit sei, die Herrschaft im Gazastreifen zu übernehmen.

    Israel lehnt das allerdings ab. «Die Hamas wird in der Regierungsführung keine Rolle spielen», versprach Abbas. Er forderte auch, dass die Islamistenorganisation ihre Waffen an die PA übergibt. Auch Israel fordert dies. Die islamistische Terrororganisation Hamas gilt als interne Rivalin der Fatah-Bewegung von Abbas.

    Der palästinensische Präsident warf Israel in seiner Rede zugleich Völkermord und Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor und kritisierte Israels Siedlungsbau im Westjordanland sowie Siedlergewalt gegen palästinensische Zivilisten dort. Abbas warnte auch vor einer Vertreibung der Bevölkerung aus dem Gazastreifen.

    Frankreich, Grossbritannien, Kanada und weitere westliche Staaten hatten kürzlich einen palästinensischen Staat anerkannt. Weltweit haben bereits rund 150 der 193 UN-Mitgliedstaaten einen palästinensischen Staat anerkannt. Aus palästinensischer Sicht ist gerade die Entscheidung mehrerer führender westlicher Staaten von besonderer Bedeutung.

    Netanjahu lehnt Zweistaatenlösung als Belohnung für Terror ab

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Schritt als «enorme Belohnung» für Terror nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 verurteilt. Die israelische Regierung lehnt die Zweistaatenlösung mit der Begründung ab, sie gefährde die Existenz Israels.

    Laut Umfragen lehnt eine Mehrheit der Palästinenser und der Israelis die Zweistaatenlösung inzwischen ab, während es in der Vergangenheit auf beiden Seiten eine Mehrheit für diese Idee gegeben hatte.

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    Kommentare

    User #2872 (nicht angemeldet)

    Die Israelis sollten endlich friedlich sein. Und das seit 80 Jahren!!

    User #5486 (nicht angemeldet)

    Die hatten 80 Jahre lang die Chance dazu und was haben sie daraus gemacht? Reine Träumerei, dass sich da jemals was ändern wird! Das Einzige was da Ruhe bringen wird, ist das was jetzt abläuft.

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