19 Menschen in Myanmar zu Tode verurteilt - Neue Proteste gegen Junta

    Keystone-SDA
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    Myanmar,

    In Myanmar sind nach Medienangaben 19 Menschen zum Tode verurteilt worden. Sie sollen im Zusammenhang mit der Tötung des Angehörigen eines Militärs schuldig gesprochen worden sein, zitierte am Freitagabend der militäreigene Sender Myawaddy TV eine Junta-Mitteilung. 17 der Verurteilten seien noch auf der Flucht.

    myanmar (birma)
    Im Februar 2021 gab es einen Militärputsch in Myanmar (Birma). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Vorfall ereignete sich demnach am offiziellen Gedenktag der Armee am 27.

    März im unter Kriegsrecht stehenden Stadtteil North Okkalapa in Yangon. Anwohnern und örtlichen Medien zufolge handelte es sich bei den Verurteilten um Zivilisten, die gegen den Militärputsch gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi protestiert hatten. Am den Tag hatte die Militärgewalt in Myanmar mit mehr als 100 Toten seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.

    Junta-Angehörige und Polizisten sollen bei landesweiten Protesten mit scharfer Munition und gezielten Kopfschüssen gegen unbewaffnete Zivilisten vorgegangen sein. «An dem Tag haben sie Menschen in unserem Stadtteil getötet und Schüsse in die Häuser von Zivilisten abgefeuert», sagte Min Min, ein Einwohner North Okkalapas, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Vor dem jetzigen Todesurteil habe das Militär den Leichnam eines Angehörigen gefunden, sei in die Stadtteile gegangen und habe dafür Menschen verhaftet, warf er der Militärführung vor. «Aber sie können uns töten, wie es ihnen gefällt, und nach den Gesetzen regieren, die ihnen passen.»

    Am Freitag hatte die Junta von Plänen gesprochen, den von ihr verhängten einjährigen Ausnahmezustand in dem Krisenland «um sechs Monate oder länger» auszudehnen, wie ihr Sprecher Zaw Min Tun in einem Interview des US-Senders CNN sagte. Gleichzeitig versicherte er, dass «freie und faire Wahlen» organisiert würden, wie es von der Verfassung vorgegeben sei. «Die demokratischen Standards in Myanmar werden aber nicht die gleichen sein wie in westlichen Ländern.»

    Die Militärgewalt bezeichnete er als Reaktion auf Krawalle von Demonstranten. Nach neuer Gewalt gegen Protestierende am Freitag berichteten Medien von Dutzenden Toten in der Stadt Bago. Auch am Samstag gingen landesweit Protestierende auf die Strassen. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

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