Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen.
Such- und Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden in den Trümmern. 149 Menschen gelten noch als vermisst. Foto: Al Diaz/Miami Herald/AP/dpa
Such- und Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden in den Trümmern. 149 Menschen gelten noch als vermisst. Foto: Al Diaz/Miami Herald/AP/dpa - sda - Keystone/Miami Herald/AP/Al Diaz

Das Wichtigste in Kürze

  • Die suche nach den Vermissten nach dem Einsturz des Wohnhauses in Miami geht weiter.
  • Mittlerweile wurde in den Trümmern ein weiteres Opfer gefunden.
  • Die Zahl der Toten ist auf 12 gestiegen, es werden noch 149 Menschen vermisst.

Im Laufe des Dienstages sei in den Trümmern ein weiteres Opfer gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Dienstagabend (Ortszeit) an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten sei damit auf zwölf gestiegen. 149 Menschen gelten nach ihren Worten als vermisst.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach möglichen Überlebenden.

Building Collapse Miami
Noch immer werden 149 Menschen nach dem Einsturz des Wohnhauses in Miami vermisst. - keystone

Rettungsteams sind rund um die Uhr im Einsatz - mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchinstrumenten und schwerem Gerät. Levine Cava sagte, mehr als 200 Kräfte seien derzeit an der Unglücksstelle an der Suche beteiligt. Sie arbeiteten Tag und Nacht, in rotierenden Zwölf-Stunden-Schichten. Es gebe mehr als genug Kräfte für die Suche.

Noch nicht identifizierte «menschliche Überreste» gefunden

Kurz nach dem Einsturz hatten Einsatzteams zunächst mehrere Dutzend Menschen retten können. In den vergangenen Tagen verkündeten die Behörden jedoch nur noch düstere Nachrichten.

Befürchtet wird, dass die Zahl der Toten angesichts der vielen Vermissten noch deutlich steigen dürfte. Elf der Toten sind laut Polizei bislang identifiziert: Die Opfer sind im Alter zwischen 26 und 83 Jahren.

Wohnhaus Miami
Die Suche nach Vermissten in Miami läuft nach wie vor.
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Noch immer werden 117 Menschen vermisst.
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Bisher wurden 28 Opfer tot aus den Trümmern geborgen.

Die Suchtrupps haben in den Trümmern auch noch nicht identifizierte «menschliche Überreste» gefunden. Zur Identifizierung von Opfern wurden DNA-Proben von Angehörigen der Hausbewohner eingesammelt.

Zwischenzeitlich hatte ein Feuer in den Trümmern die Suchaktion erheblich behindert. Auch wiederkehrenderer starker Regen machte den Suchtrupps in den vergangenen Tagen immer wieder zu schaffen.

Ursache des Einsturzes weiter unklar

Die Ursache des teilweisen Einsturzes ist noch unklar. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex stammt aus den 1980er Jahren. Am Wochenende war ein von einer externen Firma verfasster Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich geworden, in dem Experten mehrere Mängel - darunter auch grössere strukturelle Mängel am Beton des Gebäudes - aufgelistet hatten.

US-Medien berichteten ausserdem über Schreiben der Hausverwaltung, die mit Verweis auf strukturelle Risiken Millionensanierungen anmahnten. Ermittler werden untersuchen, ob die offenbar fälligen Sanierungen mit dem Einsturz zusammenhingen.

Miami Einsturz Wohnhaus
In Miami wird nach dem Einsturz eines Wohnhauses fieberhaft nach Vermissten gesucht.
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Noch immer werden 99 Menschen vermisst.
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Die Befürchtungen steigen, dass bei dem Unglück viele Menschen gestorben sind.

Mit Blick auf den noch stehenden Teil des Wohnkomplexes sagte Levine Cava am Dienstagabend (Ortszeit), Experten überwachten den Zustand des Gebäudeteils kontinuierlich. Dieser sei nicht akut einsturzgefährdet, aber «instabil». Daher werde dieser Teil des Wohnkomplexes von den Einsatzkräften nicht mehr betreten.

Das Weisse Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden wolle den Unglücksort am Donnerstag gemeinsam mit seiner Frau Jill besuchen, um Einsatzkräften zu danken und Familien Beistand zu leisten, die um das Leben ihrer Angehörigen bangten.

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