Verleihung der Ehrenoscars im Zeichen der Waldbrände in Kalifornien

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    USA,

    Die diesjährigen Ehren-Oscars standen im Zeichen der Waldbrände. Man gedachte den Verlusten der Filmindustrie und auch den Opfer der Katastrophe.

    Hugh Jackmann und Deborra-lee Furness bei den Ehrenoscars.
    Hugh Jackmann und Deborra-lee Furness bei den diesjährigen Ehrenoscars. Die Verleihung stand ganz im Zeichen der Waldbrände. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die diesjährigen Ehren-Oscars standen im Zeichen der Waldbrände in Kalifornien.
    • Unter anderem erhielten Lalo Schifrin und Cicely Tyson einen Ehren-Oscar.

    Die Verleihung der Ehren-Oscars hat in diesem Jahr im Zeichen der Waldbrände in Kalifornien gestanden. Bei der Gala für die sogenannten Governors Awards im Dolby Theatre in Hollywood am Sonntagabend erinnerten die Veranstalter an die Opfer der Katastrophe und an die Verluste auch für die Filmindustrie. Aus Respekt vor den Opfern durften keine Fernsehkameras die Stars auf dem Roten Teppich filmen. Fotografen waren dagegen zugelassen.

    «Mehrere tausend unserer amerikanischen Mitbürger sind obdachlos», sagte der Präsident der US-Fillmakademie, John Bailey, in seiner Rede. Aber auch «ein Teil unserer eigenen Geschichte» sei bei den Bränden verloren gegangen. Das Feuer in der Nähe von Los Angeles hatte unter anderem die berühmte Paramount Ranch zerstört, eine frühere Kulisse für Western-Filme.

    Königin für Afroamerikaner

    Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood überreichte einen Ehren-Oscar an den 86-jährigen Komponisten Lalo Schifrin, der unter anderem die Filmmusik für «Mission: Impossible» schrieb. Als der aus Argentinien stammende Komponist um Worte rang, sagte der 88-jährige Eastwood: «Du kannst Spanisch reden, wir setzen Untertitel.» «Musik ist eine universelle Sprache, die keine Untertitel braucht», antwortete Schifrin. Darauf angesprochen, dass er die Titelmusik von «Mission: Impossible» in nur wenigen Minuten schrieb, sagte er: «Musik für Filme ist wie das Schreiben eines Briefes. Musik fürs Fernsehen ist wie das Schreiben eines Telegramms.»

    Ein weiterer Governors Award ging an die schwarze Schauspielerin Cicely Tyson, die im Dezember 94 Jahre alt wird. Tyson sei «eine Königin» für alle Afroamerikaner, sagte der Schauspieler Tyler Perry, und ergänzte mit Blick auf die Rassendiskriminierung: «Sie musste zehn Mal härter arbeiten, um hundert Mal weniger zu verdienen.» Der Komponist Quincy Jones sagte in seiner Hommage, Tyson habe «den Weg» für mehrere Generationen von Schauspielerinnen geebnet.

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