Vance bezeichnet kritischen Artikel als «ausländische Einflussnahme»
J.D. Vance ist unzufrieden mit einem «Politico»-Artikel. Bei dem Springer-Text handele es sich um «ausländische Einflussnahme», so der US-Vizepräsident.

Ein Beitrag in der US-Tageszeitung «Politico» hat den Unmut von US-Vizepräsident Vance erregt. Das Blatt gehört seit 2021 zum deutschen Axel Springer Verlag, unter dessen Dach unter anderem «Bild» und «Welt» beheimatet sind.
Der Bericht wirft Trumps Sondergesandten Steve Witkoff Fehler bei den Ukraine-Verhandlungen vor. Vance zeigte sich auf der Plattform X empört und bezeichnete die Veröffentlichung als «ausländische Einflussnahme».
Vance wirft der Autorin «journalistische Fehlleistungen» und eine gegen die Regierung gerichtete Agenda vor. Es handele sich um einen gezielten Angriff auf die US-Verhandlungsbemühungen, die ukrainische und russische Positionen annähern sollen.
Vance greift Journalistin frontal an
Der Text stellte Witkoff bei den Verhandlungen mit Russland als unerfahren und ineffektiv dar, so «The Daily Beast». In dem fraglichen Artikel wird Witkoff unter Berufung auf eine anonyme Quelle als „Rogue Agent“ bezeichnet, der inkonsequente Botschaften sende.
This story from Politico is journalistic malpractice. But it's more than that: it's a foreign influence operation meant to hurt the administration and one of our most effective members.
— JD Vance (@JDVance) August 29, 2025
Notice how all of the people attacking Steve are on background? That means it's two or three… https://t.co/LsPmTpZfqy
Laut «Politico» stützt sich der Artikel auf Aussagen von über einem Dutzend anonymen US- und ausländischen Beamten. Vance greift die Autorin direkt an: Entweder sei sie «nicht besonders klug» und Betrügern aufgesessen oder willentlich Teil einer Kampagne.
Der US-Vizepräsident betonte weiter, Witkoff habe in den Verhandlungen mit Russland mehr erreicht als alle Kritiker zusammen. Die Gespräche führten ihm zufolge zu konkreten Fortschritten, trotz schwieriger Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien.
Politischer Neuling als wichtigster Unterhändler
Steve Witkoff ist ein US-Immobilienmilliardär, den Donald Trump als Sondergesandten für Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine einsetzte. Witkoff verfügt über keine diplomatische Erfahrung, was oft kritisiert wird, so «n-tv».

Witkoff reiste mehrfach nach Moskau, um mit Wladimir Putin zu sprechen, und führte Gespräche mit ukrainischen Vertretern in New York. Trotz Kontroversen gilt er als Trump-Vertrauter, der mit grosser Unterstützung von Vance agiert.
Der Vizepräsident kündigte an, in den nächsten 100 Tagen hart an einer Friedenslösung zu arbeiten. Er mahnte, dass beide Seiten Kompromisse eingehen müssen, um den Krieg zu beenden.