Trotz Differenzen wollen die USA und China beim Klimaschutz besser zusammenarbeiten. Es sei der einzige Weg, die Aufgabe zu bewältigen.
John Kerry, Sondergesandter des US-Präsidenten für Klimafragen, spricht bei einer Pressekonferenz während der UN-Klimakonferenz COP26. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
John Kerry, Sondergesandter des US-Präsidenten für Klimafragen, spricht bei einer Pressekonferenz während der UN-Klimakonferenz COP26. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Alberto Pezzali

Das Wichtigste in Kürze

  • China und die USA wollen ihre Zusammenarbeit gegen den Klimawandel ausbauen.
  • Die Ziele seien nur mit einer Kooperation zu erreichen.

Die beiden weltgrössten Volkswirtschaften und Verursacher von Treibhausgasemissionen, die USA und China, wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Erderwärmung ausbauen. «Die USA und China haben keinen Mangel an Differenzen.» Dies sagte der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry am Mittwoch bei der Weltklimakonferenz in Glasgow.

«Aber beim Klima ist das der einzige Weg, diese Aufgabe zu bewältigen.» In einer gemeinsamen Erklärung hätten die beiden Staaten sich «auf einen grundlegenden Rahmen für diese Zusammenarbeit» geeinigt. «Wir können unsere Ziele nicht erreichen, wenn wir nicht zusammenarbeiten.»

USA und China wollen gemeinsame Arbeitsgruppe einsetzen

In der Erklärung heisst es, man wolle angesichts der Klimakrise diesen «kritischen Moment» nutzen, um gemeinsam und auch jeder für sich den Umbau hin zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft zu beschleunigen. Dazu werde man noch in diesem Jahrzehnt ehrgeizigere Klimaschutzmassnahmen ergreifen. Eingesetzt werden soll dazu auch eine gemeinsame Arbeitsgruppe.

Ausserdem wollen die beiden Weltmächte in der ersten Hälfte des kommenden Jahres gemeinsam beraten, wie sie den Methanausstoss verringern können. Dazu hatten die USA und die EU auf der Klimakonferenz Anfang der Woche bereits eine Allianz Dutzender Staaten geschmiedet. Ziel ist es, den Ausstoss des zweitwichtigsten Treibhausgases bis 2030 um 30 Prozent zu senken.

UNO-Guterres begrüsst Zusammenarbeit

Beobachter stufen die aktuellen Klimaschutzpläne Chinas als eher schwach ein. Das Land will erst 2030 überhaupt anfangen, seine Treibhausgasemissionen zu drosseln. Nun sagte der chinesische Delegationsleiter Xi Zhenhua dem «Guardian», auch mit Blick auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump: «Wir sind nicht wie einige andere Staaten, die nach den Verhandlungen aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten sind.»

UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüsste die Erklärung der Grossmächte: «Der Kampf gegen die Klimakrise braucht internationale Zusammenarbeit und Solidarität. Und dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.»

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