In den USA wurde am Dienstag an den Tod von George Floyd erinnert. Dieser wurde vor einem Jahr von einem weissen Polizisten getötet.
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Erinnerung an George Floyd. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In den USA wurde am Dienstag an die Tötung von George Floyd erinnert.
  • Seine Familie wurde im US-Kongress empfangen und traf den Präsidenten.
  • Nahe einer Gedenkfeier in Minneapolis fielen mehrere Schüsse.

In den USA ist an die Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen weissen Polizisten vor einem Jahr erinnert worden. Floyds Familie wurde am Dienstag zunächst im US-Kongress empfangen. Die Angehörigen trafen dort unter anderen die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Anschliessend stand ein Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weissen Haus an.

Auch in der Stadt Minneapolis, wo Floyd am 25. Mai 2020 vom weissen Polizisten Derek Chauvin getötet worden war, wurde an den Afroamerikaner erinnert. Für Chaos sorgten dabei mehrere Schüsse, die in der Gegend abgegeben wurden. Menschen, die sich am Ort von Floyds Tod versammelt hatten, rannten weg, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

joe biden george floyd
Ein Jahr nach dem ersten Todestag von George Floyd empfängt US-Präsident Joe Biden Flyds Angehörige. Foto: David J. Phillip/AP POOL/dpa - dpa-infocom GmbH

Die Polizei erklärte, kurz nach den Schüssen sei ein Verletzter in einem Krankenhaus erschienen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod hatte international für Entsetzen gesorgt und in den USA landesweite Anti-Rassismus-Proteste ausgelöst. Der Polizist Chauvin hatte dem festgenommenen Floyd rund neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt. Dies, obwohl der 46-Jährige wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr.

Derek Chauvin George Floyd
Derek Chauvin wurde nach der Urteilsverkündung Ende April in Handschellen abgeführt. - Keystone

Chauvin wurde im April wegen Mordes zweiten Grades und zwei weiteren Anklagepunkten verurteilt. Das Strafmass gegen den 45-Jährigen soll am 25. Juni verkündet werden.

Als Reaktion auf Floyds Tötung streben Bidens Demokraten eine umfassende Polizeireform an. Diese würde unter anderem die zivilrechtliche Immunität von Beamten bei einem Fehlverhalten abschaffen. Das Repräsentantenhaus hat bereits für den Text gestimmt, im Senat hängt das Vorhaben derzeit aber fest. Das von Biden ausgerufene Ziel, die Reform bis zum ersten Jahrestag von Floyds Tod zu verabschieden, wurde verfehlt.

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