Republikaner

    US-Republikaner sehen Kapitol-Attacke als politische Meinungsäusserung

    Keystone-SDA
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    USA,

    Vor über einem Jahr stürmten Anhänger von Ex-US-Präsident Trump das Kapitol. Für die Republikaner war das eine«legitime politische Meinungsäusserung».

    kapitol sturm
    Die Bilder gingen in die Geschichte ein: Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump beim Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Januar 2021 stürmten Trump-Anhänger das US-Kapitol. Fünf Menschen starben.
    • Die Republikaner sehen die Aktion als «legitime politische Meinungsäusserung».

    Die US-Republikaner haben die gewaltsame Erstürmung des Kapitols als «legitime politische Meinungsäusserung» bezeichnet. Ein Parteitag in Salt Lake City stimmte US-Medien zufolge am Freitag einer Resolution zu, mit der die republikanischen Abgeordneten Liz Cheney und Adam Kinzinger wegen ihrer Mitarbeit im Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Angriff formell gerügt wurden.

    Cheney und Kinzinger beteiligten sich an einer von den Demokraten angeführten «Verfolgung einfacher Bürger», die von ihrem Recht auf legitime politische Meinungsäusserung Gebrauch gemacht hätten, hiess es in der Resolution.

    Donald Trump
    Der ehemalige US-Präsident Donald Trump feiert das Ende des Abtreibungsrecht in den USA. - dpa

    Die beiden Republikaner hätten mit ihrer Arbeit den Missbrauch der Aufklärungsarbeit durch die Demokraten für politische Zwecke unterstützt. Cheney und Kinzinger sind die einzigen Republikaner in dem Gremium des Repräsentantenhauses. Die Führung der Republikaner im Parlament weigerte sich, für die Aufklärung des Angriffs mit den Demokraten zusammenzuarbeiten.

    Fünf Tote bei Kapitol-Sturm

    Nach einer anstachelnden Rede des damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump hatten dessen Anhänger am 6. Januar 2021 den Sitz des Kongresses in der Hauptstadt Washington erstürmt. Sie wollten damit die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden verhindern. Bei dem Angriff starben fünf Menschen, Dutzende wurden verletzt.

    Vor der Abstimmung erklärte Cheney mit Blick auf Trump, die Partei habe sich willentlich zur «Geisel» eines Mannes gemacht, der das Ergebnis einer Präsidentenwahl kippen wollte und der suggeriert habe, die Angreifer des 6. Januars sollten begnadigt werden. Sie sei konservativ und halte sich an die Verfassung, schrieb sie auf Twitter weiter.

    Kinzinger kritisierte, die Republikaner verlören angesichts von «Verschwörungstheorien» und einer «toxischen» Kultur des Gehorsams den Blick für die Realität. Der Trump-kritische republikanische Senator Mitt Romney erklärte, das Vorgehen gegen Cheney und Kinzinger sei eine «Schande».

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