UN-Chef Guterres trauert um Habermas - «Gigant der Philosophie»

Keystone-SDA
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USA,

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich tief betroffen über den Tod des deutschen Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas geäussert. «Kein Philosoph hat mein politisches Denken im Laufe meines Lebens so sehr geprägt wie Jürgen Habermas», liess Guterres am Sonntag (Ortszeit) über sein Pressebüro mitteilen.

ARCHIV - Der Philosoph Jürgen Habermas bei einer Pressekonferenz im Heinrich-Heine-Institut. Am 14.03.2026 starb der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren in ...
ARCHIV - Der Philosoph Jürgen Habermas bei einer Pressekonferenz im Heinrich-Heine-Institut. Am 14.03.2026 starb der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren in ... - Keystone/dpa/Martin Gerten

Habermas war am Samstag im Alter von 96 Jahren im süddeutschen Starnberg gestorben. Er zählte zu den wichtigsten Denkern der Gegenwart. Guterres bezeichnete ihn als «Giganten der Philosophie und wahren öffentlichen Intellektuellen».

Sein tiefes Beileid gelte der Familie Habermas und allen, die von seinem Denken beeinflusst und von seiner moralischen Klarheit inspiriert worden seien, hiess es in der Mitteilung des UN-Pressebüros. Habermas' Beiträge «haben unser Verständnis von Wesen und Wert demokratischer Gesellschaften massgeblich beeinflusst und geformt», sagte Guterres demnach.

Besonders beeindruckt hätten ihn die Ideen des Philosophen zum charakteristischen Merkmal einer modernen Demokratie: dem ständigen Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft. «Heute brauchen wir diese ständige Interaktion – diesen Dialog zwischen Politik und Bevölkerung – mehr denn je, um die Herausforderungen, vor denen wir stehen, besser zu verstehen und wirksame Lösungen zu finden», urteilte der portugiesische UN-Generalsekretär.

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Kommentare

User #2303 (nicht angemeldet)

Habermas war ein brillanter Denker fernab von ideologischer Verblendung. Das bescherte ihm aus linken Kreise nicht nur Freunde. Er demaskierte die Intoleranz und die Verweigerung des Diskurses, die Ausgrenzung Andersdenkender und die Diffamierung mit dem Begriff des Linksfaschismus.

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