Der Kurznachrichtendienst Twitter blockiert bis auf weiteres Werbeanzeigen in den kriegführenden Ländern Russland und Ukraine. Auf diese Weise wolle man sicherstellen, dass wichtige Informationen zur öffentlichen Sicherheit in den beiden Staaten hervorgehoben werden, teilte der Konzern auf seinem Nachrichtendienst am Samstag mit. Werbung würde von solchen Informationen ablenken.
Twitter
Das Logo von Twitter auf einem Smartphone. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Unterdessen wandte sich der ukrainische Minister für Digitalisierung, Vize-Premier Mychajlo Fedorow, in einem Brief an Apple-Chef Tim Cook und rief ihn auf, die Sanktionen gegen Russland durch Blockierung von Apple-Diensten einschliesslich des App-Stores zu flankieren.

In dem auf Twitter verbreiteten Schreiben heisst es: «Wir brauchen ihre Unterstützung - im Jahr 2022 ist moderne Technologie vielleicht die beste Antwort auf die Panzer, Mehrfachraketenwerfer (Grad) und Raketen». Er schloss mit den Worten: «Wir sind sicher, dass solche Aktionen die Jugend und die aktive Bevölkerung Russlands motivieren werden, die schändliche militärische Aggression proaktiv zu stoppen.»

Russland hatte am Vortag das soziale Netzwerk Facebook teilweise beschränkt. Die Kommunikationsaufsicht Roskomnadsor in Moskau hatte dem Facebook-Konzern Meta vorgeworfen, mit der Sperrung russischer Medien bei Facebook «grundlegende Menschenrechte und Freiheiten» sowie «Rechte und Freiheiten russischer Bürger» verletzt zu haben.

Unterdessen registrierte die deutsche Funke Mediengruppe Internetangriffe auf ihre Webseiten. Im Live-Blog der zur Gruppe gehörenden «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ), in dem Nachrichten rund um den russischen Angriff auf die Ukraine stehen, hiess es am Freitagabend: «Die Webseiten der Tageszeitungen, Magazine und Reichweitenportale der Funke Mediengruppe werden seit dem Morgen in mehreren Wellen von sogenannten Bots angegriffen.» Ein Bot ist eine automatisierte Software, die Schaden anrichten soll.

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