Republikaner

    Trumps Loyalitätskurs spaltet die Republikaner

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Trump drängt unliebsame Republikaner aus der Partei. Doch seine Machtdemonstration könnte in Texas zum Bumerang werden.

    donald trump hormus
    Iran und Oman planen eine Maut für die Strasse von Hormus – der Deal könnte Trump kurz vor den Midterms in die Bredouille bringen. - keystone

    Ken Paxton gewann die republikanische Stichwahl in Texas und tritt bei den Midterms gegen James Talarico an. Trump hatte den durch Skandale vorbelasteten Paxton in der Vorwahl unterstützt, berichtet der «ORF».

    Cornyn, der den Senatssitz seit 2002 innehat, hatte Trump wiederholt gelobt, ihm aber auch gelegentlich widersprochen. Paxton warf ihm deshalb mangelnde Loyalität vor und machte dies zu einem zentralen Thema im Wahlkampf.

    Findest du das Vorgehen der Republikaner gut?

    Paxton steht seit Jahren im Mittelpunkt von Skandalen, darunter Korruptionsvorwürfe und ein Amtsenthebungsverfahren. Zudem trennte sich seine Frau im vergangenen Jahr von ihm – aus «biblischen Gründen».

    Risiko für die republikanische Senatsmehrheit

    Die Demokraten sehen mit ihrem Kandidaten James Talarico nun die Chance, Texas erstmals seit 1993 wieder für sich zu gewinnen. Senator Lindsey Graham warnte, der Sitz koste mit Paxton als Kandidat dreimal so viel zu verteidigen, meldet «ZDF heute».

    Auch im Senat formiert sich Widerstand: Republikaner blockierten zuletzt Finanzvorlagen und verliessen vorzeitig die Sitzungsperiode, so das «SRF». Einige Senatoren sollen Trumps Entscheid, Paxton zu unterstützen, als politischen Fehler gewertet haben.

    Mehrheitsführer John Thune räumte öffentlich ein, dass die Blockade im Kongress mit Trumps Wahlempfehlungen zusammenhing, berichtet die «Schwäbische Zeitung». Der gestürzte Senator Bill Cassidy aus Louisiana stimmte danach für eine Begrenzung von Trumps Befugnissen im Iran-Krieg.

    Cornyn als «letzter Republikaner der alten Garde»

    Politikwissenschaftler Jon Taylor von der Universität San Antonio bezeichnete Cornyn als «den letzten Republikaner der alten Garde» in Texas.

    Ken Paxton Republikaner
    Trumps Wunschkandidat Ken Paxton gewann trotz mehrerer Skandale deutlich die Vorwahl der Republikaner in Texas für einen Senatssitz. (Archivbild) - keystone

    USA-Korrespondentin Barbara Colpi vom «SRF» hält fest, dass Trumps Macht zwar gross, aber im Kongress keineswegs absolut sei.

    Verlorene Amtsinhaber hätten im Kongress nun aber nichts mehr zu verlieren und könnten dort offener widersprechen, warnt das «SRF».

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    Kommentare

    User #5181 (nicht angemeldet)

    Ich würd das schrecklich finden! Aber was ja auch viele USA-Bürger benötigen, wär Papier am stillen Örtchen. Immerhin könnt man dann das Gesicht täglich spülen!

    User #7105 (nicht angemeldet)

    Erinnern Sie sich, als Trump einen Wahlkampf führte, der darauf basierte, nicht in den Krieg zu ziehen? Glauben Sie, dass seine Wähler sich dadurch betrogen fühlen? Im Gegenteil: Sie finden immer einen Weg, seine verrückten Handlungen zu rechtfertigen. Mitglieder eines Kultes.

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