Trumps Grenzmauer fällt wegen Regen auseinander

    Carine Meier
    Carine Meier

    USA,

    Neue Fotos von Trumps Grenzmauer in Arizona zeigen diese völlig zerstört. Heftige Monsun-Regen haben die Schleusentore buchstäblich aus den Angeln gerissen.

    Mexiko Trumps Mauer
    Trumps Grenzmauer war zentral in seiner Wahlkampf-Kampagne. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach heftigem Monsun-Regen wurden mehrere Abschnitte von Trumps Grenzmauer zerstört.
    • Der Schaden ereignete sich nahe einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Arizona.
    • Andernorts verursachte an der Mauer angesammeltes Schwemmgut eine Überschwemmung.

    Donald Trumps Grenzmauer sei «eine undurchdringbare Kraft gegen illegale Überquerungen und Drogenschmuggel», hatte der ehemalige US-Präsident immer wieder geprahlt.

    Nun zeigen neue Bilder, die das Magazin «Gizmodo» veröffentlichte: Heftige Monsun-Regen im Bundesstaat Arizona haben an mehreren Stellen der Mauer die Schleusentore buchstäblich aus den Angeln gerissen.

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    Der Schaden ereignete sich auf einem Abschnitt zwischen dem San Bernardino Naturschutzgebiet und dem Ort Douglas. Die Region wurde diesen Sommer von rekordverdächtigen Regenfällen getroffen, die zu Überschwemmungen führten.

    In einer E-Mail an «Gizmodo» erklärte José Manuel Pérez Cantú, Direktor der Nonprofit-Organisation Cuenca de Los Ojos: Ganze sechs der 900 Kilogramm schweren Schleusentore wurden allein am Ort des Fotos zerstört. Ein Drohnenvideo auf Youtube zeigt eindrücklich, wie die Mauer anderenorts quasi zum Damm wurde und so eine Brücke überschwemmt wurde.

    Das Drohnenvideo von John Kurc auf Youtube.

    Entlang von Trumps Grenzmauer waren hunderte solcher Tore nötig, um Wetterschäden zu vermeiden. Da sie sich oft an abgelegenen Orten befänden, muss die Grenzpolizei sie manuell öffnen und während der Monsun-Saison offen lassen. Sonst sammelt sich entlang der Stahlbalken alle Art vom Schwemmgut, welches dann das Abfliessen des Wassers verhindert.

    Grenzmauer schadet dem Ökosystem enorm

    Umweltorganisationen hatten schon beim Bau der Mauer vor einem enormen Schaden für das Ökosystem der Region gewarnt. Sie reichten bereits im Frühling 2020 eine Klage gegen die US-Regierung ein.

    Videos von Tierschützern zeigen, wie zahlreiche Wildtiere immer wieder versuchen, die Grenze zu überqueren – meist ohne Erfolg. Mit der Zerstörung der Schleusentore hat sich nun unerwartet eine neue Passage für die Kojoten, Nabelschweine oder Hirsche geöffnet.

    Trump hatte vor dem Ende seiner Präsidentschaft insgesamt rund 727 Kilometer der Grenzmauer zu Mexiko errichten lassen. Sie kostete mehrere Milliarden an Regierungsfonds, entgegen Trumps Behauptung zu Beginn seiner Kampagne im Jahr 2015: «Ich werde eine grossartige Mauer bauen – niemand baut Mauern besser als ich, glaubt mir. Und ich werde sie sehr preisgünstig bauen».

    US-Präsident Joe Biden hatte direkt bei seinem Amtsantritt das Ende des Mauerbaus angeordnet.

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