Gericht

Trump muss Millionenstrafe zahlen

Maike Lindberg
Maike Lindberg

USA,

Donald Trump muss laut Gerichtsurteil eine Millionenstrafe nach Verleumdung an E. Jean Carroll zahlen – 83 Millionen US-Dollar Schadenersatz.

trump millionenstrafe
Ein US-Gericht bestätigt, dass Donald Trump eine MIllionenstrafe an die Autorin E. Jean Carroll zahlen muss. - keystone

Donald Trump muss laut Berufungsgericht eine Millionenstrafe an E. Jean Carroll zahlen. Das Urteil fällt zugunsten der bekannten Kolumnistin, wie das «ZDF» berichtet.

Im Januar 2024 wurde Trump in einem Zivilprozess verurteilt. Er muss Carroll nun 83 Millionen Dollar überweisen.

Das Gericht betonte, die Summe sei fair und angemessen. Diese Zahlung besteht aus Schadenersatz und Strafschadenersatz.

Trump muss Millionenstrafe zahlen: Vorwürfe und Klageverlauf

E. Jean Carroll wirft Trump vor, sie 1996 sexuell missbraucht zu haben. Trump hatte Carroll daraufhin in der Öffentlichkeit mehrfach der Lüge bezichtigt.

Wegen dieser wiederholten Verunglimpfungen wurde Carroll in zwei Verfahren recht gegeben. Bereits 2023 wurde eine separate Strafzahlung verhängt, laut dem «Focus».

Sollte jemand, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, ein politisches Amt bekleiden dürfen?

Trumps Anwälte argumentierten, die präsidiale Immunität entbinde von der Zahlung. Das Berufungsgericht wies diese Argumentation ab.

Die Schadenersatzsumme im Detail

Die 83 Millionen Dollar setzen sich aus 18,3 Millionen für Rufschädigung und 65 Millionen Dollar Strafschadenersatz zusammen, wie «n-tv» berichtet.

Die Jury erkannte die Verleumdung und emotionale Schäden für Carroll klar an. Ein weiteres Verfahren bestätigte zusätzlich fünf Millionen Dollar Schadenersatz.

trump millionenstrafe
Trump wurde von einem US-Gericht zum Zahlen einer Millionenstrafe an die Autorin E. Jean Carroll verurteilt. - keystone

Trump reagierte ablehnend und bezeichnete Carroll weiter als «Lügnerin». Aus dem Weissen Haus kam bisher keine Stellungnahme.

Immunitätsargument und aktuelle Reaktionen

Trumps Anwälte beriefen sich auf ein Urteil zur Präsidentenimmunität vom Obersten Gerichtshof. Im Fall Carroll entschieden die Richter anders.

Im aktuellen Berufungsverfahren wurde erneut Trumps Verantwortung festgestellt. Die Richter sahen keine Grundlage für Immunität gegenüber privatrechtlichen Vorwürfen.

Wie der «Stern» berichtet, bleibt Trump eine letzte Möglichkeit rechtlich gegen das Urteil vorzugehen. Experten bezweifeln aber, dass dies Aussicht auf Erfolg hat.

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