Trump droht erneut: «Schweiz mit einem Strich kein Elite-Land mehr»

Simon Ulrich
Simon Ulrich

USA,

Der US-Präsident ärgert sich über Zinsen und Handelsbilanz. Mit einem einzigen Strich könne er die Schweiz in Schwierigkeiten bringen.

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Trump behauptet, der Iran habe um Stopp der Angriffe gebeten – Teheran widerspricht scharf. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump kritisierte die Schweiz erneut wegen Handel und tiefem Leitzins.
  • Er drohte, das Land mit einem «Strich» in grosse Schwierigkeiten zu bringen.
  • Die Schweiz zahlt seit Ende Juli einen höheren US-Zollsatz von 12,5 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hat die Schweiz erneut scharf kritisiert. Im Interview mit «Punchbowl News» beklagte er sich über ein angebliches Handelsdefizit mit «Elite-Ländern» und nannte die Schweiz als Beispiel. Hierzulande hatte der «Tagesanzeiger» zuerst darüber berichtet.

Trump störte sich besonders am tiefen Leitzins der Schweiz. Die USA sollten wieder den weltweit niedrigsten Zinssatz haben, sagte er.

Über die Schweiz sagte Trump: Er müsse «einen einzigen Strich» machen, und das Land sei kein «Elite-Land» mehr, sondern in grossen Schwierigkeiten. Dann fügte er an: «Glücklicherweise bin ich eine nette Person.»

Hintergrund ist Trumps langjährige Forderung nach tieferen Zinsen in den USA. Die US-Notenbank kam dem bisher nicht nach.

Schweiz zahlt höheren US-Zollsatz

Mehrere Aussagen Trumps sind fragwürdig. Die Schweiz zahlt seit Ende Juli einen höheren US-Zollsatz von 12,5 Prozent. Offiziell begründen die USA dies damit, dass die Schweiz zu wenig gegen Produkte aus Zwangsarbeit unternehme.

Wie soll die Schweiz auf Trumps Drohungen reagieren?

Tatsächlich dürfte aber auch Trumps Ärger über die Handelsbilanz mit der Schweiz eine Rolle spielen.

Die Schweiz verhandelt seit Längerem mit den USA über ein rechtsverbindliches Abkommen. Bisher gibt es lediglich eine Absichtserklärung.

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Kommentare

User #4312 (nicht angemeldet)

Wikipedia datiert Trumps Bestrebungen in Russland ab 1987.

User #5301 (nicht angemeldet)

Was für Zeiten… Man reibt sich die Augen und fragt sich ernsthaft, wie weit politische Selbstdarstellung von Trump noch gehen kann und die SVP weiter jubelt. Ein eigenes Jesusbild zu posten – das wirkt nicht nur befremdlich, sondern auch wie ein Zeichen völliger Selbstüberhöhung. In der Geschichte gab es viele mächtige und exzentrische Staatsführer, aber eine derart inszenierte religiöse Selbststilisierung sucht ihresgleichen. Man kann nur hoffen, dass Besonnenheit und Realitätssinn am Ende wieder mehr Gewicht bekommen.

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