Trump droht erneut: «Schweiz mit einem Strich kein Elite-Land mehr»
Der US-Präsident ärgert sich über Zinsen und Handelsbilanz. Mit einem einzigen Strich könne er die Schweiz in Schwierigkeiten bringen.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump kritisierte die Schweiz erneut wegen Handel und tiefem Leitzins.
- Er drohte, das Land mit einem «Strich» in grosse Schwierigkeiten zu bringen.
- Die Schweiz zahlt seit Ende Juli einen höheren US-Zollsatz von 12,5 Prozent.
US-Präsident Donald Trump hat die Schweiz erneut scharf kritisiert. Im Interview mit «Punchbowl News» beklagte er sich über ein angebliches Handelsdefizit mit «Elite-Ländern» und nannte die Schweiz als Beispiel. Hierzulande hatte der «Tagesanzeiger» zuerst darüber berichtet.
Trump störte sich besonders am tiefen Leitzins der Schweiz. Die USA sollten wieder den weltweit niedrigsten Zinssatz haben, sagte er.
Über die Schweiz sagte Trump: Er müsse «einen einzigen Strich» machen, und das Land sei kein «Elite-Land» mehr, sondern in grossen Schwierigkeiten. Dann fügte er an: «Glücklicherweise bin ich eine nette Person.»
Hintergrund ist Trumps langjährige Forderung nach tieferen Zinsen in den USA. Die US-Notenbank kam dem bisher nicht nach.
Schweiz zahlt höheren US-Zollsatz
Mehrere Aussagen Trumps sind fragwürdig. Die Schweiz zahlt seit Ende Juli einen höheren US-Zollsatz von 12,5 Prozent. Offiziell begründen die USA dies damit, dass die Schweiz zu wenig gegen Produkte aus Zwangsarbeit unternehme.
Tatsächlich dürfte aber auch Trumps Ärger über die Handelsbilanz mit der Schweiz eine Rolle spielen.
Die Schweiz verhandelt seit Längerem mit den USA über ein rechtsverbindliches Abkommen. Bisher gibt es lediglich eine Absichtserklärung.















