Tödliche Kollision an New Yorker Flughafen - Zwischenbericht
Fehler bei der Kommunikation gingen dem tödlichen Zusammenstoss zwischen einem Flugzeug und einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia Ende März voraus.

Laut einem Zwischenbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB spielte zudem fehlende Technik für ein automatisches Warnsystem an den Feuerwehrautos des Flughafens eine Rolle. Der Vorfall hatte sich am späten Abend des 22. März kurz nach der Landung einer Air-Canada-Maschine ereignet. Infolge der Kollision kamen beide Piloten ums Leben. 39 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer.
Der 15-seitige Bericht ist vorläufig, eine abschliessende Ursache stellt er nicht fest. Doch er beschreibt, dass der erfahrene Fluglotse im Tower gleichzeitig den Luft- und Bodenverkehr koordinierte, als er dem Feuerwehrauto genehmigte, das Rollfeld zu überqueren. Etwa zwei Minuten vorher habe der Fluglotse dem Flieger eine Landeerlaubnis erteilt. Laut Bericht hörten die Insassen des Feuerwehrautos in letzter Sekunde noch Stopp-Rufe über den Funk, erkannten aber nicht rechtzeitig, dass diese Anweisungen ihnen galten.
In den Einsatzfahrzeugen des Flughafens fehlten Transponder, heisst es zudem im Bericht. So konnten genutzte Warnsysteme laut Ermittler nicht erkennen, dass sich Flugzeug und Fahrzeug auf Kollisionskurs befanden. Laut «New York Times» hatte die US-Flugaufsichtsbehörde FAA im vergangenen Jahr empfohlen, dass Flughäfen ihre Einsatzfahrzeuge mit einer solchen Technologie ausstatten.
Bei dem aus Montreal kommenden Flug, ausgeführt von der Gesellschaft Jazz Aviation, handelte es sich um einen Flieger vom Typ Bombardier CRJ-900. An Bord waren 72 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder.














