Ausnahmezustand

    Rund 20 Tote: Sturm «Helene» wütet im Südosten der USA

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der Tropensturm «Helene» hat im Südosten der USA verheerende Zerstörungen angerichtet und mindestens 20 Menschen das Leben gekostet.

    Florida
    «Helene» traf am Donnerstagabend (Ortszeit) als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie in Florida auf Land, hat sich mittlerweile zum Tropensturm abgeschwächt. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tropensturm «Helene» forderte rund 20 Menschenleben und verursachte Überschwemmungen.
    • Millionen Menschen sind ohne Strom, viele Strassen unpassierbar.

    Der verheerende Tropensturm «Helene» hat im Südosten der USA rund 20 Menschen das Leben gekostet. Allein im US-Bundesstaat Georgia sind nach Angaben von Gouverneur Brian Kemp mindestens elf Menschen gestorben. Zahlreiche Menschen seien noch unter eingestürzten und beschädigten Gebäuden eingeklemmt.

    In Florida, North Carolina und South Carolina forderte «Helene» weitere Menschenleben, wie US-Medien berichteten. Der US-Wetterdienst warnte vor «historischen und katastrophalen» Überschwemmungen. In einigen Orten stand das Wasser rund fünf Meter hoch.

    Stromausfälle und Überschwemmungen

    Rund drei Millionen Menschen waren am Freitag ohne Strom, Häuser wurden zerstört und ganze Ortschaften überschwemmt. «Helene» traf am Donnerstagabend (Ortszeit) als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie in Florida auf Land, hat sich mittlerweile zum Tropensturm abgeschwächt und zieht weiter Richtung Norden über die Appalachen.

    «Helene» werde weiterhin «lebensbedrohliche» und «extreme» Regenfälle sowie Überschwemmungen bringen, so der Wetterdienst. Auch mit Tornados müsse gerechnet werden.

    Viele Opfer wurden durch umgestürzte Bäume getötet oder verletzt, andere kamen in ihren Autos ums Leben. In Florida ertrank dem Sender CNN zufolge eine Frau in ihrem Haus. In North Carolina warnten die Behörden davor, dass ein Damm brechen könne und forderten, Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen.

    Der Katastrophenschutz warnte vor Erdrutschen und Schlammlawinen infolge des heftigen Regens. Zahlreiche Strassen wurden unterspült und sind in den betroffenen Regionen gesperrt.

    «Helenes» zerstörerischer Verlauf

    «Helene» war am späten Donnerstagabend (Ortszeit) als «extrem gefährlicher Hurrikan» mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde in der Region Big Bend im Norden Floridas auf Land getroffen. Es sei der stärkste Hurrikan, der je dort gewütet habe, meldeten US-Medien.

    Im weiteren Verlauf stufte die Behörde den Hurrikan auf einen Tropensturm herunter – mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Eine weitere Abschwächung wurde erwartet. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden hatte für mehrere Bundesstaaten den Notstand ausgerufen.

    In den vergangenen Tagen hatte «Helene» bereits auf Kuba zahlreiche Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Heftige Überflutungen schnitten mehrere Ortschaften auf der Karibikinsel von der Aussenwelt ab.

    Düstere Erinnerungen an Hurrikan «Ian»

    «Helene» dürfte bei vielen Menschen in Florida düstere Erinnerungen wecken. Vor zwei Jahren richtete Hurrikan «Ian» dort gewaltige Schäden an, mehr als 100 Menschen kamen ums Leben. Damals zog das Zentrum des Sturms über dicht besiedeltes Gebiet im Südwesten des Bundesstaats und fegte mit Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde über Küstenstädte hinweg.

    Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht laut Experten die Wahrscheinlichkeit starker Stürme.

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