Pornostar sagt in Ermittlungen gegen Trump aus – mögliche Anklage

    Keystone-SDA
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    USA,

    In New York hat Pornostar Stormy Daniels gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump ausgesagt. Laut Medien könnte es zu einer Anklage kommen.

    Donald Trump
    Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pornostar Stormy Daniels hat in New York gegen Donald Trump ausgesagt.
    • Sie und eine weitere Frau sollen Schweigegeld vom früheren US-Präsident erhalten haben.
    • US-Medien gehen von einer möglichen Anklage in den nächsten Tagen aus.

    Vor einer möglichen Anklage gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump wegen Schweigegeldzahlungen hat Pornostar Stormy Daniels vor der New Yorker Staatsanwaltschaft ausgesagt.

    «Auf Ersuchen des Büros der Staatsanwaltschaft von Manhattan haben Stormy Daniels und ich uns heute mit Staatsanwälten getroffen», twitterte ihr Anwalt Clark Brewster am Mittwoch. «Stormy hat auf Fragen geantwortet und sich bereit erklärt, sich als Zeugin oder bei Bedarf für weitere Untersuchungen zur Verfügung zu halten.»

    Anklage möglich

    Die Echtheit des Tweets wurde der Deutschen Presse-Agentur von Brewsters Büro bestätigt. Daniels bedankte sich ebenfalls auf Twitter bei ihrem Anwalt für seine «Hilfe in unserem anhaltenden Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit».

    michael cohen
    Michael Cohen, der ehemalige Anwalt von Ex-US-Präsident Donald Trump spricht in New York zu Journalisten. - keystone

    Auch erschien Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen den zweiten Tag in Folge vor der New Yorker Grand Jury, um über Details zur Rolle Trumps bei den Zahlungen an Daniels zu sprechen. Das Geschworenen-Gremium entscheidet in den USA nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft, ob in einem Fall Anklage erhoben werden soll.

    US-Medien gehen davon aus, dass dies bei Trump in den kommenden Tagen passiert. Er wäre der erste ehemalige US-Präsident, der wegen eines Verbrechens angeklagt wird.

    Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen

    In dem Fall geht es den Berichten zufolge um Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen: Das Model Karen McDougal und Pornostar Daniels. Daniels hatte nach eigener Aussage 2006 Sex mit Trump.

    Dessen damaliger und mittlerweile von ihm abgerückter Anwalt Michael Cohen zahlte nach eigenen Aussagen dann 2016 im Auftrag Trumps Schweigegeld an sie, um im Präsidentschaftswahlkampf Schaden von seinem Boss abzuwenden. Trump und seine Anwälte räumen eine Zahlung ein, bestreiten aber, dass Trump etwas mit der Darstellerin gehabt habe.

    Cohen bekannte sich 2018 vor Gericht mehrerer Vergehen schuldig, darunter Verstösse gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung wegen der Schweigegeldzahlungen an Daniels. Im Dezember 2018 wurde er verurteilt.

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