Paul Manafort hat in der Russland Affäre gelogen

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    Paul Manafort, der frühere Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, soll bei den Russland Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller gelogen haben.

    Paul Manafort nach einer Anhörung in Washington, D.C.
    Paul Manafort nach einer Anhörung in Washington, D.C. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Paul Manafort soll Russland-Sonderermittler Robert Mueller angelogen haben.
    • Diese heftigen Vorwürfe sieht das US-Bundesgericht als erwiesen.
    • Der Ex-Wahlkampfmanager von Donald Trump hätte damit gegen eine Vereinbarung verstossen.

    Paul Manafort hat bei den Russland-Untersuchungen des FBI nach Überzeugung des Gerichts gelogen. Bundesrichterin Amy Berman Jackson sah es am Mittwoch (Ortszeit) in Washington als erwiesen an, dass der frühere Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump «absichtlich mehrere Falschaussagen» gegenüber dem FBI, dem Team von FBI-Sonderermittler Robert Mueller und vor der Jury gemacht hat, wie aus der Gerichtsentscheidung hervorgeht. Damit hätte der 69-Jährige gegen eine Vereinbarung mit der Justiz verstossen, mit der ihm Strafminderung in Aussicht gestellt wurde.

    In der Gerichtsentscheidung hiess es, der Sonderermittler sei nicht mehr an seine Verpflichtungen aus dieser Vereinbarung gebunden. Im vergangenen September hatte sich Manafort zu umfassenden und wahren Aussagen verpflichtet. Das gelte auch für die Zusage, sich für eine mildere Strafe für Manafort einzusetzen.

    Paul Manafort wurde im Juni 2016 Wahlkampfnanager

    Manafort ist eine Schlüsselfigur in den Ermittlungen Muellers. Der Ex-Wahlkampfmanager hatte Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er gelogen und damit gegen seine Vereinbarung mit der Justiz verstossen habe. Mueller untersucht mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russland im US-Wahlkampf 2016. Trump weist vehement zurück, dass es solche Geheimabsprachen gegeben haben könnte.

    Manafort war im März 2016 zu Trumps Wahlkampflager gestossen, im Juni 2016 machte Trump ihn zu seinem Wahlkampfmanager. Im selben Monat nahm Manafort an einem Treffen mit einer russischen Anwältin im Trump-Tower teil, um das sich viele Fragen ranken. Der älteste Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., hatte der Begegnung mit der Anwältin zugestimmt, weil ihm kompromittierendes Material über Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton versprochen worden war.

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