Meeresbiologe: Wal Timmy leidet ganz extrem

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Deutschland,

Die Hoffnung für den gestrandeten Wal Timmy wurde aufgegeben. Nun wird darauf gewartet, dass der Meeressäuger stirbt.

wal timmy
Für Wal Timmy besteht keine Hoffnung mehr. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der gestrandete Buckelwal Timmy wird sterben.
  • Die Rettungsversuche wurden eingestellt.
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Seit Tagen steckt Buckelwal Timmy in einer Bucht vor Deutschland fest. Mehrmals konnte er sich befreien, bevor er wieder strandete. Mittlerweile haben Experten und Tierschützer die Hoffnung aufgegeben, Rettungsversuche finden keine mehr statt.

Diskutiert wurden verschiedene Methoden, um das Tier zu töten und so von seinem Leid zu erlösen. Doch die Gefahr, dass er deswegen eines langsamen und qualvollen Todes stirbt, ist zu gross. Deshalb wird er nun seinem Schicksal überlassen.

Meeresbiologe äussert sich zu Timmy

03.05: Wie lange der gestrandete Wal Timmy noch lebt, das ist laut Meeresbiologe Thilo Maack «ganz, ganz schwer abzuschätzen». Es könne einige Tage, aber auch noch viel länger dauern. Denn der Buckelwal sei in einem guten Ernährungszustand und habe dadurch noch Reserven.

wal timmy
Für Wal Timmy werden keine Rettungsversuche mehr unternommen. - keystone

Gegenüber der «Bild» sagt der Meeresbiologe auch: «Das Tier leidet ganz extrem, es geht ihm überhaupt nicht gut.» Er warnt aber auch, das Leiden zu vermenschlichen. «Wir müssen im Hinterkopf behalten, dass es ein Wildtier ist.»

Polizei musste Schaulustige wegschicken

01.00: Das Schicksal von Timmy bewegt. Am Mittwochabend kamen auf der Insel Poel zahlreiche Schaulustige zusammen, um den Wal ein letztes Mal zu sehen.

Einige der Personen versuchten sogar, sich mit Booten dem gestrandeten Meeressäuger zu nähern. Die Wasserschutzpolizei hat das aber verhindert, wie die «Bild» berichtet.

Mittlerweile wurde sogar eine 500-Meter-Sperrzone am Ufer eingerichtet. Man wolle Timmy die Ruhe geben, damit er in Frieden sterben könne. Dies sagte Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, bei einer Medienkonferenz.

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