Nach Brückeneinsturz in Baltimore: Ermittlungen laufen an

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Nach dem Brückeneinsturz in der US-Stadt Baltimore dauerte die Suche nach den Vermissten am Mittwoch noch an.

    Brückeneinsturz in Baltimore
    Blick auf die Francis Scott Key Bridge, nach der Kollision eines Containerschiffs mit der Autobrücke. Foto: Kaitlin Newman/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Kaitlin Newman

    Ab etwa 6 Uhr Ortszeit (11 Uhr MEZ) sollten Taucher ihren Einsatz am Unglücksort fortsetzen, teilte die Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit. Die Behörden gingen jedoch davon aus, dass keine Vermissten mehr am Leben waren.

    Am Dienstagabend hatte die US-Küstenwache bekannt gegeben, dass die Suche nach Überlebenden angesichts der niedrigen Wassertemperatur und der Dunkelheit eingestellt werde. Die Strömung und Trümmerteile im Wasser seien gefährlich für die Rettungskräfte. Es werde nur noch nach den Leichen der sechs Vermissten gesucht.

    Nach Angaben des Verkehrsministers des Bundesstaats Maryland, Paul Wiedefeld, hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks acht Bauarbeiter auf der Brücke befunden, um Schlaglöcher auszubessern. Zwei Menschen wurden am Dienstag gerettet, von sechs weiteren fehlte weiter jede Spur. Unter ihnen sind offiziellen Angaben zufolge Menschen lateinamerikanischer Herkunft.

    Weiterhin Menschen vermisst

    Zwei Guatemalteken im Alter von 26 und 35 Jahren würden seit dem Unfall vermisst, teilte das Aussenministerium des mittelamerikanischen Landes mit. Die Einwanderer-Organisation Casa sagte, eines ihrer Mitglieder werde ebenfalls vermisst. Es handle sich um einen dreifachen Familienvater aus El Salvador, der am Montagabend zur Arbeit gegangen und nicht nach Hause zurückgekehrt sei.

    Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf den mexikanischen Konsul in Washington, Rafael Laveaga, dass auch mexikanische Staatsbürger vermisst würden. Wie viele, sei nicht bekannt. «Wir wissen, dass unsere Leute betroffen sind», sagte Laveaga zu Journalisten. «Sie sind auch diejenigen, die die Brücke wieder aufbauen werden – die Latinos.»

    Francis Scott Key Brücke
    Nur Teile der Francis Scott Key Brücke stehen noch, nachdem das Containerschiff mit einem der Brückenpfeiler kollidiert ist. Foto: Uncredited/WJLA/AP/dpa - sda - Keystone/WJLA/AP/Uncredited

    Unterdessen liefen Ermittlungen zur Unfallursache an. Am Mittwoch sollte ein Team der Behörde für Transportsicherheit NTSB voraussichtlich erstmals an Bord des Schiffes gehen, dass die Brücke in der Nacht zum Dienstag gerammt hatte, sagte die Vorsitzende der Behörde, Jennifer Homendy, dem Sender CNN. Von besonderem Interesse sei dabei die Elektronik, insbesondere der sogenannte Schiffsdatenschreiber, hatte sie zuvor mitgeteilt.

    Der Ingenieur und Statiker Matthew Roblez sagte dem Sender CNN, die Einsturzstelle und die Überreste der Brücke müssten nun wie ein Tatort behandelt werden. Ihre Einzelteile würden nach und nach aus dem Wasser geholt, um zu untersuchen, warum und wie es zu dem Einsturz kam.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Francis Scott Key Brücke
    14 Interaktionen
    In Baltimore

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    187 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Fidschi
    Von Industriestaaten
    Bundeshaus Rendez-Vous
    Rendez-Vous
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS USA

    2 Interaktionen
    Austin
    iPhone Duo
    Unterschiede
    11 Interaktionen
    Washington
    Xi Jinping
    12 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch