Unwetter

    Mindestens 19 Tote nach Stürmen in den USA

    Keystone-SDA
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    USA,

    Heftige Stürme im Süden und mittleren Westen der USA fordern mindestens 19 Menschenleben.

    Iowa Tornado
    Schäden in Greenfield, Iowa, nach einem Tornado. (Archivbild) - Charlie Neibergall/AP/dpa

    Nach den heftigen Stürmen im Süden und mittleren Westen der USA ist die Zahl der Toten gestiegen. Mindestens 19 Menschen in Texas, Arkansas, Oklahoma und Kentucky verloren ihr Leben, wie US-Medien am Montag berichteten. Besonders hart traf es demnach Arkansas und Texas. In Arkansas wurden acht Tote gemeldet, in Texas sieben – unter den Opfern befinden sich auch Kinder.

    Das Extremwetter war am Wochenende über etliche Bundesstaaten hinweggezogen. Präsident Joe Biden wurde über die Situation informiert. «Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen», teilte das Weisse Haus mit. Man stehe in direktem Kontakt mit den zuständigen Behörden und sei bereit, bei Bedarf Unterstützung zu leisten.

    Tornados hinterlassen Spur der Verwüstung

    An vielen Stellen waren auch Tornados gemeldet worden. Medien berichteten über Hagelkörner, die etwa die Grösse von Tennisbällen hatten. Mindestens einer der Stürme erreichte nach vorläufigen Schätzungen die Stufe drei von fünf.

    Tornados dieser Klassifizierung können eine Geschwindigkeit von bis zu 265 Kilometern pro Stunde erreichen. Am Montag waren Rettungs- und Hilfskräfte weiterhin im Einsatz, während Hunderte Menschen nur noch vor den Trümmern ihrer Häuser standen. Lokale Behörden und Augenzeugen teilten in den sozialen Medien Fotos und Videos der Zerstörung.

    Notstand ausgerufen: Hunderttausende ohne Strom

    Die Stürme liessen schwere Sattelzüge samt Ladung umkippen, machten Gebäude dem Erdboden gleich und rissen Stromleitungen mit sich. Nach Angaben der Seite poweroutage.us waren am frühen Morgen noch fast eine halbe Million Haushalte in Kentucky, Alabama, West Virginia, Missouri und Arkansas ohne Strom. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

    In den USA ist am Montag ein Feiertag. Am Memorial Day wird mit der Eröffnung der Badesaison inoffiziell der Sommer eingeläutet. Viele Menschen treffen sich zum Schwimmen und Grillen. Mancherorts dürften die Feierlichkeiten allerdings ausfallen.

    Klimawandel als Ursache?

    Die Unwetterfront sollte sich nach Angaben des Wetterdienstes Richtung Osten verlagern. Dort wurde vor starken Windböen und Hagel gewarnt. Es seien erneut Tornados möglich.

    Zeitgleich sprach der Wetterdienst für den Süden der USA Hitzewarnungen aus – wegen gefühlter Temperaturen von über 45 Grad. Experten führen die Häufung von Naturkatastrophen in den USA – Stürme, Überflutungen und Waldbrände – auch auf die Folgen des Klimawandels zurück. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Tornados laut US-Wetterdienst vervielfacht.

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