Zwei Jahre nach dem gescheiterten Börsengang hat es der Büroraumvermittler Wework nun durch die Hintertür an die Nyse geschafft.
Büroraumvermittler Wework hat es an die Börse geschafft. Foto: Mary Altaffer/AP/dpa
Büroraumvermittler Wework hat es an die Börse geschafft. Foto: Mary Altaffer/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Büroraumvermittler Wework hat rund zwei Jahre nach seinem spektakulär gescheiterten Börsengang doch noch einen Weg an den öffentlichen Aktienmarkt gefunden.

Das angeschlagene US-Unternehmen ging am Donnerstag über eine Fusion mit der Zweckgesellschaft BowX Acquisition Corp durch die Hintertür an die Nyse. Die Aktie stieg im frühen Handel um mehr als fünf Prozent.

Wework hatte eigentlich 2019 mit grossem Rummel sein Börsendebüt geben wollen, doch die Pläne des vom japanischen Tech-Investor Softbank hochgerüsteten und damals mit enormen 47 Milliarden Dollar bewerteten Start-ups endeten in einem grossen Debakel. Zweifel am verlustreichen Geschäftsmodell, vor allem aber die Eskapaden und Machtfülle des umstrittenen Mitgründers Adam Neumann, schreckten Anleger ab.

Das Mammut-Projekt musste letztlich abgeblasen werden, Neumann seinen Hut nehmen und Softbank Milliarden abschreiben. Seitdem ist es um Wework relativ ruhig geworden. Die Pandemie hat das ohnehin nur bedingt lukrative Geschäftsmodell, Unternehmen Büroraum in langfristig angemieteten Immobilien zu vermitteln, weiter erschwert und 2020 für tiefrote Zahlen gesorgt. Bei der nun vollzogenen Fusion mit BowX wurde Wework nur noch mit 9,0 Milliarden Dollar bewertet.

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