Republikaner

    Kapitolsturm-Videos: Republikaner kritisieren Fox-News-Moderator

    Carine Meier
    Carine Meier

    USA,

    Der US-Sender Fox News hat in einer Sendung neues Videomaterial vom Kapitol-Sturm veröffentlicht. Republikaner kritisieren nun Moderator Tucker Carlson scharf.

    ron desantis
    Der «Fox News»-Moderator Tucker Carlson. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Moderator Tucker Carlson hat in seiner Sendung neue Videos vom Kapitol-Sturm gezeigt.
    • Nun erntet der Fox-News-Star Kritik von Demokraten, aber auch von Republikanern.
    • Seine Darstellung der Ereignisse als «friedlich» sei schlichtweg falsch.

    Eigentlich ist der konservative TV-Sender Fox News bei Republikanern in den USA sehr beliebt. Nun kritisieren jedoch Senatsmitglieder den Star-Moderator Tucker Carlson scharf.

    Dieser hatte nämlich am Montagabend bisher unveröffentlichte Videos des Kapitol-Sturms vor zwei Jahren in seiner Sendung gezeigt. Dazu sagte er, die Bilder zeigen «keinen Aufstand oder Krawall», sondern «hauptsächlich friedliches Chaos». Zudem seien «die meisten» Teilnehmer nicht gewalttätig geworden, sondern nur «Ausflügler» gewesen.

    Carlson erntet Kritik von Fraktionschef

    Dafür erntet er scharfe Kritik – und das nicht nur von Demokraten. Selbst der Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Senat nennt Carlsons Beitrag einen «Fehler». Mitch McConnell verwies zudem auf ein Memo der Kapitolspolizei.

    Dessen Chef Tom Manger erklärt darin, der Fox-News-Beitrag sei «voller unpassender und irreführender Schlüsse» über den Angriff. Der Sender habe absichtlich die ruhigeren Momente von über 41'000 Stunden Videomaterial zur Übertragung gewählt.

    «Der Beitrag verschweigt das Chaos und die Gewalt, die vor oder während dieser ruhigeren Momente passierte», so Manger. So zeigte Carlson etwa einen Clip, auf dem Polizisten dem «QAnon-Schamanen» durch die Gänge des US-Kapitols folgen. Der Moderator sagte, die Beamten hätten sich wie «Tour Guides» benommen.

    Dem widerspricht der Polizeichef und nennt die Behauptung «unerhört und falsch». «Diese Polizisten taten ihr Bestes, um die Kapitol-Stürmer mit Deeskalationstaktiken dazu zu bringen, das Gebäude zu verlassen», sagte er.

    Bislang über 1000 Verhaftungen

    Beim Kapitol-Sturm am 6. Januar 2021 wurden gemäss dem Justizdepartement rund 140 Polizisten tätlich angegriffen. Mehrere haben sich in den Wochen und Monaten nach dem Vorfall das Leben genommen.

    Interessieren Sie sich für amerikanische Politik?

    Rund 1000 Personen wurden wegen ihrer Beteiligung an dem Aufstand inzwischen verhaftet. Über 300 sind bereits wegen Gewalt oder Widerstand gegenüber Polizisten oder Kapitolsangestellten verurteilt worden. Auch der durch Bilder bekannt gewordene «QAnon-Schamane» Jacob Chansley sitzt derzeit eine 41-monatige Gefängnisstrafe ab.

    ***

    Brauchen Sie Hilfe?

    Sind Sie selbst depressiv oder haben Sie Suizidgedanken? Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).

    Unter der kostenlosen Hotline 143 erhalten Sie anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.

    Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    joe biden
    68 Interaktionen
    «Kleine Beschwerden»
    19 Interaktionen
    Für 2024
    Weisses Haus
    102 Interaktionen
    Coronavirus

    MEHR IN NEWS

    2 Interaktionen
    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR REPUBLIKANER

    stevens
    4 Interaktionen
    Lansing
    a
    128 Interaktionen
    «Kapitulation»
    trump usa
    4 Interaktionen
    Klage

    MEHR AUS USA

    -
    26 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    25 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    24 Interaktionen
    New York
    20 Interaktionen
    Washington