Honduras: Trump kündigt Begnadigung von Ex-Präsidenten an

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    Honduras,

    Donald Trump begnadigt den ehemaligen Präsidenten von Honduras. Er verspricht dem Land Hilfe, sollte ein rechter Kandidat die baldige Wahl gewinnen.

    Juan Orlando Hernández
    Donald Trump hat Juan Orlando Hernández, den in den USA inhaftierten ehemaligen Präsidenten von Honduras, begnadigt. - keystone

    Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Honduras kündigt US-Präsident Donald Trump die Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels einsitzenden rechten Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández an. Zugleich versprach er US-Unterstützung für den Fall, dass der rechte Kandidat Nasry «Tito» Asfura gewählt wird, der für die Nationalpartei des Ex-Präsidenten Hernández antritt.

    Wenn der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa gewinne, könne Honduras auf die Unterstützung der USA setzen, wenn nicht, würde Washington kein Geld verschwenden, schrieb Trump in zwei langen Posts auf seiner Plattform Truth Social.

    In dem mittelamerikanischen Land mit elf Millionen Einwohnern gibt es drei aussichtsreiche Hauptbewerber für die Präsidentschaft. Für die linke Regierungspartei Libre tritt die frühere Finanz- und Verteidigungsministerin Rixi Moncada an. Die aussichtsreichsten Oppositionskandidaten sind Asfura sowie Salvador Nasralla von der Liberalen Partei.

    Trump bezeichnet Kandidaten als Kommunisten

    Trump schrieb, «Tito und ich können gemeinsam gegen die Narco-Kommunisten kämpfen und den Menschen in Honduras die dringend benötigte Hilfe zukommen lassen. Mit Moncada und den Kommunisten kann ich nicht zusammenarbeiten, und Nasralla ist kein verlässlicher Partner für die Freiheit und nicht vertrauenswürdig.»

    Der in den USA einsitzende Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er in die USA ausgeliefert. Der Anklage zufolge soll er Honduras zum «Drogen-Staat» gemacht haben, um die Institutionen des Landes zu korrumpieren und sich zu bereichern.

    Ex-Präsident war zu 45 Jahren Haft verurteilt worden

    Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern – darunter auch dem inzwischen in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín «El Chapo» Guzmán – geholfen haben, Hunderttausende Kilogramm Kokain über Honduras in Richtung USA geschleust zu haben.

    Trump, der gerade Venezuela ins Visier genommen hat, weil er Präsident Nicolás Maduro Drogengeschäfte vorwirft, schrieb weiter, Hernández sei nach Meinung vieler Menschen, die er sehr schätze, «sehr hart und unfair behandelt» worden. Deshalb werde er ihm eine vollständige und umfassende Begnadigung gewähren.

    Das US-Justizministerium hatte nach der Verurteilung des Ex-Präsidenten zu 45 Jahren Haft geschrieben, als Präsident von Honduras habe Hernández seine Macht missbraucht, um eine der grössten und gewalttätigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit zu unterstützen. Die Folgen hätten die Menschen von Honduras und in den Vereinigten Staaten zu tragen gehabt.

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