Entscheidung über Strafmass für Bluttest-Unternehmerin Holmes fällt Ende September

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    USA,

    Das Strafmass für die wegen Betrugs verurteilte Gründerin der US-Bluttest-Firma Theranos, Elizabeth Holmes, wird erst Ende September festgelegt.

    Elizabeth Holmes
    Elizabeth Holmes - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Einstigem Star des Silicon Valley droht mehrjährige Haftstrafe wegen Betrugs .

    Der zuständige Richter Edward Davila gab am Mittwoch einem Antrag von Verteidigung und Anklage statt und verschob die Entscheidung auf den 26. September, wie aus Gerichtsdokumenten hervorging.

    Holmes' Anwälte und die Staatsanwaltschaft hatten am Dienstag vorgeschlagen, die Festlegung des Strafmasses für die 37-Jährige auf September zu verschieben. Zur Begründung verwiesen sie auf den bevorstehenden Prozess gegen Holmes' früheren Freund und Geschäftspartner Ramesh «Sunny» Balwani, der sich ab Mitte Februar vor Gericht verantworten muss.

    Holmes war Anfang Januar von einer Jury wegen Betrugs schuldig gesprochen worden. Sie habe Investoren mit vorsätzlichen Falschbehauptungen über die Theranos-Technologie dazu verlockt, Gelder in ihr Unternehmen zu stecken, urteilten die Geschworenen.

    Dem einstigen Star des Silicon Valley droht eine mehrjährige Haftstrafe. Allerdings wurde Holmes nur in vier der elf Anklagepunkte schuldig gesprochen. In den übrigen sieben Punkten wurde sie entweder freigesprochen - oder die Geschworenen wurden sich in ihren siebentägigen Beratungen nicht einig.

    Holmes hatte Theranos 2003 im Alter von nur 19 Jahren gegründet. Die Firma warb mit einer vermeintlich revolutionären Technologie für besonders schnelle, effektive und kostengünstige Bluttests. Holmes wurde durch Theranos zur Milliardärin.

    Jahrelang wurde die charismatische Jungunternehmerin als Tech-Pionierin gefeiert. Sie gewann finanzkräftige Investoren und prominente Unterstützer wie Ex-Aussenminister Henry Kissinger und den Medienmogul Rupert Murdoch. Später kam dann durch Recherchen der Zeitung «Wall Street Journal» heraus, dass ihre Bluttest-Geräte gar nicht funktionierten.

    In dem Prozess hatte Holmes die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Sie beteuerte, an die Technologie ihres Unternehmens geglaubt zu haben. Einen Teil der Schuld versuchte sie auf ihren früheren Freund und Geschäftspartner Balwani abzuwälzen. Holmes bezichtigte ihn auch des sexuellen Missbrauchs. Balwani wies die Vorwürfe vehement zurück.

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