Todesstrafe

    Droht Christa Pike nun eine dritte Giftspritze?

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Christa Pike hat die Hinrichtung überlebt und ist zurück im Gefängnis. Ob Tennessee einen weiteren Versuch wagt, ist offen.

    Christa Pike
    Nach zwei Giftspritzen ist Christa Pike zurück in Haft. Juristen streiten, ob ein erneuter Hinrichtungsversuch zulässig wäre. - keystone

    Christa Pike sollte am 30. September in Tennessee mit der Giftspritze hingerichtet werden. Wie «ZDFheute» berichtet, erhielt die 50-Jährige zwei Dosen Pentobarbital, überlebte aber und kam in ein Spital.

    Pikes Hinrichtung wäre die erste einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen. Sie war 1996 wegen des Mordes an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden.

    Würdest du es befürworten, dass die Todesstrafe von Christa Pike in lebenslange Haft umgewandelt wird?

    Die Strafvollzugsbehörde erklärte nach dem Vorfall, das Hinrichtungsprotokoll sei vollständig abgearbeitet worden. Das Death Penalty Information Center kennt keinen vergleichbaren modernen Fall in den USA.

    Christa Pike zurück im Gefängnis

    Christa Pike hat das Spital laut «infranken.de» nach rund anderthalb Wochen verlassen und sitzt wieder im Gefängnis. Ihre Anwälte erklärten, die 50-Jährige werde dort weiterhin medizinisch versorgt und ihr Genesungsverlauf beobachtet.

    Anwalt Stephen Ferrell sagte, Christa Pike sei geistig noch etwas benommen, ihre Arme seien schwer verletzt. Er rechne mit einer weiteren Besserung, dauerhafte Folgen könne er aber nicht ausschliessen.

    Gouverneur Bill Lee hat alle weiteren Hinrichtungen bis zum Jahresende ausgesetzt. Zudem ordnete der Republikaner eine unabhängige Untersuchung des gescheiterten Versuchs an, ein neuer Termin ist offen.

    Juristen uneins im Fall Christa Pike

    Laut «T-Online» argumentiert Rechtsprofessorin Deborah Denno von der Fordham University, ein weiterer Versuch könnte gegen das Verbot der Doppelbestrafung verstossen. Pike sei die erste Person, die überlebte, nachdem das Medikament tatsächlich injiziert wurde, so Denno.

    Giftspritze Hinrichtung Christa Pike
    Christa Pike überlebte die Hinrichtung. Der Gouverneur von Tennessee hat weitere Exekutionen bis Jahresende ausgesetzt. (Symbolbild) - keystone

    Rechtsprofessor Michael Russo hält einen Stopp des Supreme Court bei Christa Pike für unwahrscheinlich. Der Oberste Gerichtshof würde laut Russo sagen, ihr Urteil sei der Tod gewesen, nicht ein Hinrichtungsversuch.

    Laut «inFranken.de» fordern Pikes Anwälte Gouverneur Lee auf, das Todesurteil in lebenslange Haft ohne Chance auf vorzeitige Entlassung umzuwandeln. Anwalt Randy Spivey sagte: «Wir müssen uns fragen, wie viel Leid genug ist.»

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    Kommentare

    User #6151 (nicht angemeldet)

    Was denn sonst?

    User #5401 (nicht angemeldet)

    Die Frau hatte die Todesspritze überlebt. Im Mittelalter hätte man das als Gottesurteil angesehen und die Frau frei gelassen.

    Weiterlesen

    xx
    10 Interaktionen
    USA
    Pike
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    Zurück ins Gefängnis
    Christa Pike
    38 Interaktionen
    Hinrichtung überlebt

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