Donald Trump droht China mit neuen Zöllen

    Keystone-SDA
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    Am Montagabend kündigte US-Präsident Donald Trump an, er wolle weitere Zölle gegen China in der Höhe von 200 Milliarden Dollar erheben.

    Trump verlängert die Sanktionen gegen Nordkorea.
    Trump verlängert die Sanktionen gegen Nordkorea. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Handelsstreit zwischen den USA und China droht weiter zu eskalieren.
    • Donald Trump droht mit weiteren Sanktionen, sollte China Vergeltungszölle erheben.
    • Die Regierung in Peking spricht von Erpressung.

    Im Handelsstreit zwischen den USA und China droht eine weitere Eskalation. US-Präsident Donald Trump kündigte am Montagabend die Verhängung von neuen Zöllen auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar an, sollte die Regierung in Peking ihre geplanten Vergeltungszölle für frühere US-Aufschläge tatsächlich umsetzen.

    Die Regierung in Peking sprach von Erpressung und kündigte Gegenmassnahmen an, sollten die USA die Ankündigung wahr machen. Trumps Erklärung kurz vor Börseneröffnung am Dienstagmorgen in Japan lastete auf den Märkten in Asien. Die Furcht vor einem ausgewachsenen US-chinesischen Handelskrieg hatte zuvor die Wall Street ins Minus getrieben.

    Aufschlag von 10 Prozent

    Er habe seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, eine Liste von chinesischen Gütern für die neuen Massnahmen zusammenzustellen, erklärte Trump. Der Aufschlag solle zehn Prozent betragen. «Diese Zölle werden nach dem Abschluss des juristischen Prozesses dann in Kraft treten, wenn China sich weigert, seine Praktiken zu ändern und auch wenn es darauf besteht, seine jüngst angekündigten neuen Zölle umzusetzen,» hiess es. Sollte China als Reaktion auf diesen neuen US-Schritt wiederum selbst Aufschläge verhängen, würden die USA «mit zusätzlichen Zöllen auf weitere 200 Milliarden Dollar an Waren» antworten.

    «Praktik des extremen Drucks »

    Das chinesische Handelsministerium warf den USA vor, einen Handelskrieg anzuzetteln. «Diese Praktik des extremen Drucks und der Erpressung weicht von dem Konsens ab, den beiden Seiten bei mehreren Gelegenheiten erzielt haben», hiess es in einer Stellungnahme. Man werden entschlossen mit «qualitativen» und «quantitativen» Massnahmen zurückschlagen, sollte Trump seine Drohung wahr machen.

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