Barack Obama

    Barack Obama: Benachteiligung Schwarzer darf nicht «normal» sein

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    USA,

    Nachdem ein schwarzer Mann durch Polizeigewalt ums Leben gekommen ist, hat Ex-US-Präsident Barack Obama auf den im Land herrschenden Rassismus hingewiesen.

    Barack Obama
    Barack Obama sagt, es sei für Millionen von Afroamerikanern «normal», wegen ihrer Hautfarbe anders behandelt zu werden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Barack Obama hat sich auf Twitter zum Tod von George Floyd geäussert.
    • Der Ex-US-Präsident sagt, es sei für Afroamerikaner «normal», anders behandelt zu werden.
    • Es sei nun die Aufgabe aller Amerikaner, einen neuen Normalzustand zu schaffen.

    Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd gegen anhaltenden Rassismus und die Benachteiligung Schwarzer ausgesprochen.

    Für Millionen Amerikaner sei es auch im Jahr 2020 noch «schmerzhaft und zum Verrücktwerden ‹normal›, wegen ihrer Hautfarbe anders behandelt zu werden», erklärte Obama am Freitag über Twitter.

    Das sei der Fall im Umgang mit dem Gesundheitssystem, mit der Justiz oder auch nur beim Joggen oder beim Beobachten von Vögeln, erklärte Obama unter Anspielung auf Fälle, die jüngst für Aufsehen gesorgt hatten.

    Obama fordert neuen Normalzustand

    «Das darf in Amerika im Jahr 2020 nicht ‹normal› sein», sagte Obama, der sich nur noch selten zu aktuellen politischen Themen äussert. Es sei nun die Aufgabe aller Amerikaner, aber insbesondere auch der Sicherheitskräfte, gemeinsam einen neuen Normalzustand zu schaffen, in dem «das Erbe von Fanatismus und Ungleichbehandlung nicht mehr unsere Institutionen oder unsere Herzen vergiftet».

    Demonstration
    Menschen demonstrieren nach dem Tod von George Floyd gegen Rassismus und Polizeigewalt. - AP

    Das Wort «Rassismus» benutzte der Afroamerikaner Obama in seiner Stellungnahme nicht. Er verwandte aber den englischen Begriff «race» (Rasse) sowie den Ausdruck «bigotry» (Fanatismus), der in den USA häufig genutzt wird, um auf das Erbe des Rassismus hinzuweisen.

    In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota war der Afroamerikaner Floyd am Montag infolge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorben. Seiher kommt es dort zu Protesten. Der Polizei wird Rassismus vorgeworfen. Der Fall hat in den USA Entsetzen hervorgerufen.

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