9/11

    9/11: Drahtzieher könnten Todesstrafe entkommen – Opfer empört

    Alexander König
    Alexander König

    USA,

    21 Jahre sind die Terroranschläge von 9/11 schon her – die Drahtzieher könnten nun der Todesstrafe entgehen. Das sorgt bei Opfer-Angehörigen für Empörung.

    USA 9/11
    Ein Flugzeug rast am 11. September 2001 in einen der Twin Towers. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehrere Drahtzieher der 9/11-Anschläge könnten der Todesstrafe entkommen.
    • Grund: Die CIA wandte nach der Tat rechtswidrige Folter-Techniken an.

    Gestern jährten sich die Anschläge von 9/11 zum 21. Mal. Gleichzeitig wurde bekannt, dass fünf sich in Guantanamo Bay befindende, damit in Verbindung stehende Angeklagte der Todesstrafe entgehen könnten.

    Hintergrund: Nach ihrer Festnahme wurden die Mittäter von der CIA festgehalten, verhört und gefoltert. Ebendiese Folter schränkt nun den juristischen Spielraum der US-Behörden markant ein. Auch ist sie einer der Gründe, warum der Prozess so lange kein Ende nimmt.

    Nun sollen die Gefangenen, darunter der mutmassliche Drahtzieher des Anschlags, Khalid Sheikh Mohammed einen Vergleich erzielen können. Durch ein umfassendes Schuldbekenntnis würde auf die Todesstrafe verzichtet und stattdessen eine lebenslange Haft verhängt.

    Ein anderer der fünf Angeklagten, Al-Baluchi, wurde laut eigenen Aussagen wiederholt mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen. Infolgedessen soll er bleibende Hirnschäden erlitten haben, die jetzt medizinische Unterstützungen notwendig machen.

    Angehörige der Opfer von 9/11 empört

    Dass die Mitschuldigen für die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 der Todesstrafe entgehen könnten, sorgt bei Familien einiger Opfer für Wut. So sagt etwa die Schwester des Piloten, dessen Flugzeug von den Entführern ins US-Pentagon gelenkt wurde, zu «CBS News»: «Wochenlang hatten wir keine Überreste seiner Leiche.» Ständig sei die Frage im Raum gestanden: «Was hätte er (der Bruder) sich gewünscht?»

    Terroranschläge 11. September 9/11
    Die Terroranschläge von 9/11. - Keystone

    Sie habe auch Kontakt mit anderen Angehörigen von Opfern der Terroranschläge von 9/11 aufgenommen. «Die Familien sind empört!», erklärt sie.

    Selbst eine Menschenrechtsanwältin aus dem Anwaltsteam von Al-Baluchi sagt: «Die US-Regierung liess uns alle nach dem 11. September im Stich. Und zwar, indem sie beschloss, illegale Folter-Techniken anzuwenden.» Damit seien «alle juristischen Prozesse korrumpiert worden».

    Ein Sprecher der US-Militärgerichte wollte sich zu den Foltervorwürfen nicht äussern, bestätigte aber: «Die Parteien befinden sich derzeit in Verhandlungen über einen Vergleich.»

    Was halten Sie von der Todesstrafe in Amerika?

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Terroranschlag New York Jahrestag
    21 Jahre her
    22 Interaktionen
    Guantanamo-Häftling
    31 Interaktionen
    Zum 21. Jahrestag

    MEHR IN NEWS

    SDF
    35 Interaktionen
    Neues Verbot
    Lac des Brenets
    4 Interaktionen
    Les Brenets NE
    revolut
    109 Interaktionen
    Auch Schweizer möglich

    MEHR 9/11

    19 Interaktionen
    Washington
    cyber
    Cyber-Alarm
    9/11
    8 Interaktionen
    25 Jahre nach 9/11
    09/11
    25 Jahre 9/11

    MEHR AUS USA

    Lewis Hamilton Ruanda Afrika
    16 Interaktionen
    Er ist schon 41
    Donald Trump Barack Obama
    40 Interaktionen
    Obama gegen Trump
    a
    72 Interaktionen
    Mann des Jahrhunderts
    10 Interaktionen
    Perry