Ein neuer Algorithmus soll helfen, Flüchtlinge so auf die Kantone zu verteilen, dass sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) testet in Kooperation mit der ETH Zürich ab Herbst den Ansatz einer verbesserten Zuteilung.
Das Bild zeigt ein Schweizer Integrationsprogramm für Flüchtlinge. Mit dem neuen Algorithmus sollen sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
Das Bild zeigt ein Schweizer Integrationsprogramm für Flüchtlinge. Mit dem neuen Algorithmus sollen sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Algorithmus soll helfen, Flüchtlinge auf Kantone zu verteilen.
  • Das Pilotprojekt des SEM soll die Chancen auf Arbeit für Migranten verbessern.
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Mitte Januar hatten Politikwissenschaftler der ETH Zürich und der Universität Stanford einen Algorithmus zur Arbeitsintegration von Flüchtlingen vorgestellt. Kurz darauf klopfte Dominik Hangartner, ETH-Professor für Politikanalyse, beim Bund an und stellte den Ansatz vor.

Nur drei Monate später gibt das SEM nun bekannt: Ab September wird der neue Algorithmus bei insgesamt tausend Asylsuchenden getestet.

Ergänzung zu bestehenden Kriterien

Konkret schlägt der Algorithmus bei Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen aus Ländern mit einer Schutzquote von über fünfzig Prozent den Kanton vor, in dem die Wahrscheinlichkeit, eine Stelle zu finden, am grössten ist.

Berücksichtigt werden dabei auch die bisherigen Kriterien gemäss Asylverordnung, sprich: der nach Bevölkerungszahl festgelegte Verteilschlüssel zwischen den Kantonen sowie eine gleichmässige Verteilung der Flüchtlinge nach Nationalität, gesundheitlichem Zustand und Alter. In zwei, drei Jahren werden dann erste Ergebnisse analysiert werden, die zeigen, ob sich der neue Ansatz bewährt.

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