Viele machen gleich nach dem Aufstehen das Bett ordentlich. Sieht einfach besser aus. Nur für die Matratze ist das nicht gut. Deshalb gilt: Kaffee geht vor.
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Die Matratze sollte am Morgen die Chance haben, auszulüften. Denn in der Nacht ist unter Umständen viel Schweiss auf sie übergegangen. - Christin Klose/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Während wir schlafen, schwitzen wir – das bekommt auch die Matratze zu spüren.
  • Deshalb sollte man sie morgens ein paar Minuten ausdünsten lassen, am besten dabei lüften.
  • Anschliessend: die Decke halb umgeschlagen lassen, damit die Matratze weiter atmen kann.

Mit dem Bettenmachen ist das so eine Sache. Viele von uns haben von klein auf gelernt: Wenn man aufsteht, wird das Bettzeug ordentlich auf der Matratze zusammengelegt.

Entweder hält man auch noch im Erwachsenenleben an dieser Gewohnheit fest. Oder man lässt die Decke morgens einfach zerwühlt auf dem Bett liegen, weil man ohnehin immer wieder auch tagsüber gerne hinein kriecht.

Oder weil man Bettenmachen für überbewertet hält.

Nun gibt es schlechte Nachrichten für beide Fraktionen: So oder so ist das nicht gut für die Matratze, sagt Claudia Wieland vom Fachverband Matratzen-Industrie im Interview.

Sollte man direkt nach dem Aufstehen das Bett machen?

Claudia Wieland: Besser nicht. Am besten schlägt man erst mal die Bettdecke zurück. So kann Feuchtigkeit von der Nacht aus der Matratze und aus dem Bettzeug gut an die Raumluft übergehen.

Das ist hauptsächlich Schweiss, den wir beim Schlafen abgeben. Danach sollte man gut stosslüften – die Feuchtigkeit gelangt darüber aus dem Schlafzimmer.

Dann, wenn man es unbedingt so mag, kann man sein Bett machen.

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Auch Matratzen brauchen Luft zum Atmen. - Pixabay

Aber wir empfehlen, zum Beispiel die dicken Tagesdecken – wie man sie früher gerne über dem Bett ausgebreitet hat – nicht zu nutzen. Damit immerzu Luft an die Matratze gelangt und sie gut auslüften kann.

Wie macht man denn dann das Bett am besten?

Claudia Wieland: Ich persönlich schüttele die Bettdecke auf und schlage sie einmal um, so dass nicht die ganze Matratze mit ihr zugedeckt ist.

Das kommt natürlich auch ein bisschen auf die Bettdecke an, etwa ob man eine luftig-leichte Decke hat oder eine schwere. Je fester und schwerer die Bettdecke ist, umso mehr deckt sie dann natürlich von der Matratze ab.

Je nach Füllung empfehle ich ausserdem, die Kissen vorsichtig aufzuschütteln, damit der Inhalt nicht verklumpt. Bei ergonomisch geformten Kopfkissen aus einem Schaumteil sollte man das aber nicht tun. Das könnte sie im schlimmsten Fall beschädigen.

Viele mögen es, wenn die Matratze ordentlich mit der Decke abgedeckt ist. Was würden Sie diesen Menschen empfehlen: Wie lange sollten sie vor dem Bettenmachen die Matratze ausdünsten lassen?

Claudia Wieland: Ein paar Minuten lang. Vielleicht also erst duschen gehen oder den Kaffee aufsetzen, dann die Fenster öffnen und das Bett machen.

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