Tierschutz: Wie Tiere das psychische Wohlbefinden stärken

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Bern,

    Menschen mit Haustieren leiden seltener unter psychischen Beschwerden – dies belegen Studien immer wieder. Der Tierschutz spielt dabei eine wichtige Rolle.

    Tierschutz
    Tiere können uns den nötigen Seelenfrieden geben. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tiere sind für das menschliche Wohlbefinden sehr entscheidend.
    • So erhöht der Kontakt zu Hunden beispielsweise den Oxytocin-Spiegel.
    • Häufig werden deshalb auch Therapietiere bei Menschen eingesetzt.

    Ob Hauskatze, Bürohund oder Therapiepferd: Der Umgang mit Tieren tut dem Menschen in jeder Hinsicht gut. Dies belegen auch zahlreiche Studien rund um die Themen Tierschutz und Tierhaltung.

    Die Vorteile des vierbeinigen Freundes

    Besonders umfangreich sind die Studien rund um die Haltung von Haustieren. Die University of Liverpool sammelte gleich 17 internationale Studien, die sich mit den positiven Auswirkungen der Heimtiere beschäftigten. Der Tenor: Gerade Menschen mit angeschlagener mentaler Gesundheit profitieren von Vierbeinern.

    Tierschutz
    Tierschutz: Haustiere lösen in uns eine Freude aus. - Depositphotos

    So hilft die Gesellschaft eines Haustieres, Depressionen, Ängste und Einsamkeit zu reduzieren. Militär-Veteranen kamen in Gesellschaft eines Hundes besser mit posttraumatischen Belastungsstörungen zurecht. Besonders positiv wurde angemerkt, dass Haustiere oft instinktiv merken, wenn ihr Mensch niedergeschlagen oder ängstlich ist und ihn dann trösten.

    Tiere lieben bedingungslos

    Ein weiterer Aspekt ist die bedingungslose Liebe der Tiere. Während Menschen Freundschaften oft nach Nutzen bewerten, lieben Haustiere ihre Besitzer bedingungslos. Sie oder er fühlt sich darum nicht bewertet.

    Tiere
    Tiere lieben jeden Halter bedingungslos. - Depositphotos

    Nicht zuletzt halten Tiere ihre Menschen auf Trab: Sie wollen gefüttert, gepflegt und unterhalten werden. Hunde müssen dazu täglich ausgeführt werden. Dies alles sorgt dafür, dass sich ihre Menschen kümmern müssen und aktiv bleiben.

    Tiere fördern Kontakte zu Gleichgesinnten, die Tierschutz schätzen. Dies verhindert Einsamkeit.

    Kontakte zu Tieren lösen Glücksgefühle aus

    Doch es muss nicht unbedingt ein eigenes Haustier sein. Schon der kürzere Kontakt zu einem Tier wirkt sich positiv auf die Psyche aus. So belegen Studien aus Japan, dass der Augenkontakt zu einem Hund zur verstärkten Ausschüttung des Glückshormons Oxycotin führt. Dieses wird auch Kuschelhormon genannt.

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    Der Kontakt mit Tieren löst in uns Glücksgefühle aus. - Depositphotos

    Diese Wirkung ist ein wichtiger Grund dafür, warum Hunde an immer mehr Orten zur Stressreduzierung eingesetzt werden. Schon länger haben sich sogenannte Bürohunde etabliert, die in Büros für bessere Laune sorgen sollen. Schon die ein oder andere Streicheleinheit reicht, um einen stressigen Arbeitstag zu verbessern.

    Schulen setzen auf Schulhunde, um Konflikte zu reduzieren. Mit Schulhund sind Kinder rücksichtsvoller und beruhigen sich schneller. Der Schulhund lehrt Kinder Verantwortung und stärkt ihr Engagement für den Tierschutz.

    Tierschutz: Therapietiere im Einsatz

    Ebenfalls weit verbreitet ist heute die sogenannte tiergestützte Therapie. Diese hat viele positive Auswirkungen auf Menschen mit psychischen oder körperlichen Beschwerden. Auch sie verspüren die bedingungslose Liebe des Tiers, die ihr Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen stärkt. Das Tier wird während der Therapie als unterstützender Partner empfunden.

    Tiere
    Tiere werden oft für Therapien eingesetzt. - Depositphotos

    Besonders häufig kommen in der Schweiz Hunde und Pferde in der tiergestützten Therapie zum Einsatz. Manchmal reicht bereits der enge liebevolle Kontakt zum Tier mit Streicheleinheiten, um Erfolge zu erzielen. Die Pflege, das Ausführen eines Hundes oder das Reiten eines Pferdes fördern die körperliche Motorik.

    Nicht zuletzt gibt es auch hierzulande immer häufiger Emotional Support Dogs und ähnliche Haustiere zur seelischen Unterstützung. Sie haben keine spezielle Ausbildung wie Assistenzhunde, dürfen aber mit einer Bescheinigung an Orte wie Schulen oder Büros mitgenommen werden.

    Kommentare

    User #7671 (nicht angemeldet)

    Meine Katze kam immer schnuppern, wen ich die Haare geschnitten habe. Hat genau so ausgesehen wie auf dem Bild.

    User #4099 (nicht angemeldet)

    Das Tier ist also dem Menschen weit überlegen, es schafft was Menschen untereinander nicht schaffen.

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